Rudern @ Dresdenia Berlin
Dresdenia-Ruderer bald ohne Bootshaus?!
Damit endete vorerst ein schon über ein Jahr andauernder Streit zwischen der Ruderabteilung und dem Vorstand der Sportvereinigung Dresdenia. Der Vorstand hatte, wie berichtet, geplant, das Bootshaus an der Scharfen Lanke 75 an die benachbarte Ruderunion Arkona zu veräußern. Dem Vernehmen nach sollte der Handel 720 000 Euro in die Vereinskasse spülen.
Der Verkauf hätte das Ende der Ruderabteilung mit rund 140 Mitgliedern bedeutet. Daraus entstand eine komplizierte juristische Situation.
Zwar steht die Sportvereinigung Dresdenia im Grundbuch, allerdings wurde das Haus mit erheblicher Arbeits- und Finanzleistung der Ruderer errichtet und gepflegt. Nach dem Beschluss des Landgerichts ist zwar die Sportvereinigung berechtigt, über das Gelände zu verfügen. Allerdings sei der auf einer Mitgliederversammlung beschlossene Verkauf zuvor nicht eindeutig in der Tagesordnung angekündigt worden.
Außerdem seien die Verkaufsverhandlungen zwischen dem Vorstand und dem Verein Arkona vorangetrieben worden, obwohl allen Beteiligten die rechtlichen Bedenken bekannt waren.
Gegen die Entscheidung ist eine Berufung beim Kammergericht möglich. Jetzt knallten bei den klagenden 131 Ruderern erstmal die Sektkorken.
CS
© Spandauer Volksblatt 2004
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