Rudern @ Dresdenia Berlin
Dresdenia-Ruderer bald ohne Bootshaus?!


Ruderer sehen sich als Sieger im Streit um Grundstücksverkauf

Gerichtsurteile scheinen aber beiden streitenden Seiten Recht zu geben

Spandau. Nach wenigen Tagen war ein Vermittlungsversuch des Landessportbundes gescheitert, der weiteren Imageschaden durch die öffentliche Auseinandersetzung zwischen Hauptvorstand und Ruderabteilung der Sportvereinigung Dresdenia verhindern sollte.

So traf man sich Mitte Januar vor dem Berliner Landgericht. 131 Wassersportler hatten gegen den Verkauf ihres Grundstücks an der Scharfen Lanke geklagt und bekamen Recht. Der Deal des Hauptvorstandes mit dem Nachbarclub war illegal, entschied das Gericht. Wie berichtet, hatte der Hauptvorstand das Gelände gegen den Willen der Ruderer an einen Nachbarverein verkauft. Die Wassersportler, so die Vorstellung der Führungsspitze des an die Dresdner Bank angelehnten Sportvereins, sollten vom Käufer gleich mitgenommen werden. Die Ruderabteilung will dagegen selbstständig bleiben, was nur mit eigenem Grundstück möglich ist. Sie verweist auf den hohen Eigenanteil beim Bau von Clubhaus und Steganlagen.
Die 36. Kammer des Landgerichts befand, dass der Beschluss zur Veräußerung des Areals, der auf einer rechtlich umstrittenen Mitglieder-Hauptversammlung von Dresdenia fiel, keinen Bestand hat. Unzulässig war somit auch der anschließende Verkauf des Areals. In einer Gegenklage bekam aber auch der Hauptverein Recht. Er hatte darauf bestanden, unbeschränkter Eigentümer des Grundstücks zu sein, was vom Gericht bestätigt wurde. Trotzdem feierten die Ruderer das Urteil uneingeschränkt als Sieg. Wenn ein erneuter Verkaufsversuch unternommen werden soll, müsse in einem rechtlich eindeutigen Verfahren auch die Frage einer Satzungsänderung geklärt werden. Wenn der Wassersport nicht mehr Gegenstand des Vereins sein soll, bendürfe dies einer 100-prozentigen Zustimmung.

 

rd

 

© Spandauer Journal 2004


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