Rudern @ Dresdenia Berlin
Dresdenia-Ruderer bald ohne Bootshaus?!


Verkauf des Dresdenia-Bootshauses rechtswidrig

Bootshaus
 

Der Prozessbeginnwar am 16. Januar im Landgericht Berlin für 9.00 Uhr im Raum I/160 festgesetzt worden. Doch der Andrang vom mehr als 100 Ruderern, nicht nur von Dresdenia, war so stark, dass man in einen größeren Saal wechseln musste. Es ging um den Kaufvertrag, mit dem die Leitung des Gesamtvereins Dresdenia Berlin, gegen die Stimmen der Ruderabteilung, das Bootshaus an den Nachbarverein Ruder-Union Arkona verkaufen wollte. 131 Dresdenia-Ruderer hatten gegen ihren Verein und Arkona geklagt.
Als man den Gerichtssaal nach Schluss der Verhandlung verließ, waren die meisten zufrieden: Das Landgericht Berlin hatte festgestellt, dass die Sportvereinigung Dresdenia das Bootshaus der Ruderabteilung an der Scharfen Lanke in Berlin-Spandau nicht an den Nachbarverein verkaufen darf. Das Ergebnis einer Mitgliederversammlung über den Grundstücksverkauf wurde für nichtig erklärt. Ebenso der vor knapp einem Jahr abgeschlossene Kaufvertrag. Auch Arkona als Käufer könne keinen Vertrauensschutz geltend machen, weil die Verkaufsverhandlungen von beiden Seiten vorangetrieben wurden, obwohl allen Beteiligten die rechtlichen Bedenken bekannt waren.
Damit hat der über ein Jahr währende Kampf der Ruderabteilung Dresdenia um ihr Bootshaus (RUDERSPORT berichtete) ein gutes Ende gefunden. "Nun können wir erst einmal beruhigt in die kommende Saison gehen", freute sich Dresdenias Ruderchef Dr. Hans-Dieter Würger über den Gerichtsbeschluss. Gegen dieses Urteil können alle Prozessparteien binnen eines Monats beim Kammergericht Berufung einlegen.

 

J.K.

 

© ruderSport 2004


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