Rudern @ Dresdenia Berlin
Dresdenia-Ruderer bald ohne Bootshaus?!


Verkauf des Dresdenia-Klubhauses rechtswidrig

Spandau

 

Die Sportvereinigung Dresdenia darf das Klub- und Bootshaus an der Scharfen Lanke nicht an die benachbarte Ruder-Union Arkona verkaufen. Das Landgericht Berlin hat gestern entschieden, dass der bereits vor einem Jahr abgeschlossene Kaufvertrag nichtig ist. 131 Dresdenia-Ruderer hatten gegen ihren Verein und Arkona geklagt, um den Verkauf des Wassergundstücks für 720 000 Euro zu verhindern. Sie sehen sich durch eine Veräußerung des Areals in ihrer Existenz bedroht.
Zwar stellte das Gericht gestern fest, dass das Gelände an der Havel, das vor allem die Ruderabteilung nutzt, dem von der Dresdner Bank gegründeten Gesamtverein gehört, und er darüber verfügen darf. Der Beschluss der Mitgliederversammlung über die Veräußerung des Geländes sei aber ungültig, weil der Vereinsvorstand in der Einladung den Tagesordnungspunkt nicht deutlich genau angekündigt habe. Damit sei auch der Kaufvertrag nichtig. Arkona als Käufer könne auch keinen Vertrauensschutz geltend machen, weil dem Verein der Rechtsstreit um den Verkauf bekannt gewesen sei. Eine gütliche Einigung hatten die Anwälte der beiden beklagten Sportvereine zu Beginn der Verhandlung abgelehnt. Bereits am Dienstag war ein Versuch des Landessportbundes erfolglos gewesen, außergerichtlich eine Einigung zwischen dem Vorstand der SV Dresdenia und der Ruderabteilung zu erzielen.
Gegen die Entscheidung des Landgerichts ist eine Berufung beim Kammergericht möglich.

 

hel

 

© Berliner Morgenpost 2004


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