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Ode fürs Rudern & Singen

Text: Harald Müller
Melodie: Ludwig van Beethoven, "Ode an die Freude"

1.

Wanderrudern bringt uns Freude,
schöner ist es nirgendwo.
Freundlich lacht der Tag uns heute,
friedlich ist der Wasserfloh.

 

Auf der Unstrut, auf der Saale
trägt der Fluß dich zügig fort.
So gelangst mit einem Male
du an jeden schönen Ort.

2.

Wo die Lieder stolz erklingen
aus der Kehlen tiefstem Grund.
Freunde, die gemeinsam singen,
kommen niemals auf den Hund.

 

Lobt und preiset mir den Hopfen
und des Bieres kühlen Schaum!
Leeret bis zum letzten Tropfen
euer Glas in diesem Raum!

3.

Rud'rer zieht es in die Ferne,
ist auch noch so schmal der Fluß.
Neue Wasser fährt man gerne,
weil man sie begießen muß.

 

Ist man endlich dann am Ziele
nach der Fahrt in Sonnenglut,
sind es dann der Lagen viele.
Ach, das Bier, das schmeckt so gut.

4.

Seht der Ruderer starke Arme,
gibt der Jungfrau Wangen Glut,
dann wenn seine Hand, die warme
leicht auf ihrem Herzen ruht.

 

Und sie läßt es froh gewähren,
senket keusch den zarten Blick.
Ach, sie möchte dir gehören!
Rud'rer hab'n bei Frauen Glück!

5.

Wem der große Wurf gelungen,
in der Crew dabei zu sein,
einen Rollsitz sich errungen,
mische seinen Jubel ein!

 

Wär's auch nur ein Steuerplätzchen,
lenkt das Boot mit sich'rer Hand.
Und vielleicht wird auch dein Schätzchen
noch als Kielschwein anerkannt.

6.

Freut Euch, wer dabei gewesen,
singend, rudernd durch das Land.
Von des Alltags Streß genesen,
schmieden wir der Freundschaft Band.

 

Freunde, hat es euch gefallen,
dieses Lied aus voller Brust,
fröhlich laßt die Korken knallen,
Wanderrudern, welche Lust.


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