Rudern @ Dresdenia Berlin
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... und Seifenkisten-Pilot sein auch! |
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Jorin beim Zieleinlauf |
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Pünktchens Presse-Foto |
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Zeno (#42) macht sich ran |
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Chris und Tobi nach dem Rennen |
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Rainer und das Maskottchen von Alba Berlin verstehen sich blendend |
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Nachdem wir im letzten Jahr nicht teilnehmen konnten, da die Jugendlichen entweder auf Klassenfahrt oder auf andere Art schulisch eingespannt waren, konnten wir 2002 gleich mit fünf Aktiven an den Start gehen. Der Kamerad Rainer Stolle, der auch Mitglied der Seifenkisten-Rennvereinigung ist, hatte für uns zwei StockCar- und drei SuperStockCar-Kisten reserviert und auch die anderen "Seifenkistler" standen uns mit Rat und Tat zur Seite.
Der Tag der Vorbereitung. Am Nachmittag machten wir uns gemeinsam auf den Weg zur Ernst-Reuter-Schule in Wedding, wo die Kisten gelagert wurden. Aber mit "Angucken - Probesitzen - nach Hause fahren" war es natürlich nicht getan; es mussten die Startnummern angebracht werden und ohne Räder fährt es sich auch nicht gerade optimal. Die nummerierten Reifensätze werden nämlich wegen der Chancengleichheit vom Veranstalter gestellt und unter den Piloten ausgelost. Die Montage der Räder gestaltete sich ähnlich unterhaltsam wie das Aufriggern eines Bootes, denn unabhängig von dem einen oder anderen über uns hereinbrechenden Regenschauer, war auch hier eine Unterlegscheibe pro Rad im Spiel - oder hätte es zumindest sein sollen.
Nachdem dieses Problem beseitigt war, mussten wir feststellen, dass es für Familie Frieben in den Kisten langsam zu eng wird. Während aber Tobi beim nächsten Mal in eine SuperStockCar-Seifenkiste wechseln kann, bereitet sich Chris schon mal darauf vor, im nächsten Jahr nicht mehr als Pilot, sondern als "alter Esel" dabei zu sein. Schließlich wurden noch Gewichte in den Kisten befestigt, um den vorgeschriebenen Maximalgewichten möglichst nahe zu kommen. Die Bleiplatten schienen in Jorins Kiste geradezu zu verschwinden, wohingegen Chris und Zeno wohl eher noch ein wenig hätten hungern müssen, um unter dem Limit zu bleiben.
Nach der technischen Abnahme wurden dann noch Fotos für die Homepage der Seifenkisten-Rennvereinigung gemacht, die Sicherungssplinte mit Blumendraht gesichert und die Kisten in die Aula der Schule gefahren, wo sie bis zum Sonntag aufbewahrt wurden.
Der Tag des Rennens. Obwohl die meisten Piloten wahrscheinlich aus ihren Träumen von bergabrasenden Seifenkisten gerissen werden mussten, schafften es doch tatsächlich alle Aktiven mitsamt ihren Eltern, der Kurze und ich, pünktlichst um 7 Uhr im Bootshaus zu sein. Noch war es ein angenehm frischer Morgen, aber bisher hatten wir noch kein Seifenkisten-Derby ohne brütenden Sonnenschein hinter uns gebracht. Und um es mal vorwegzunehmen: diese "Tradition" wurde auch 2002 nicht gebrochen. Durch die noch leeren Straßen fuhren wir mit drei Autos zur Ernst-Reuter-Schule.
Nach einer kurzen Einweisung der Piloten durch den Veranstalter durften die Fahrer dann endlich zu "ihren" Kisten und die "alten Esel" hatten ihren ersten Einsatz. Nicht nur die Seifenkisten und die Piloten mussten zum Start nahe dem S-Bahnhof Gesundbrunnen geschleppt werden, auch die Verpflegung, Rucksäcke, Flaggen (!) und unsere Steuer-Schlafsäcke wurden in den Kisten verstaut und auf diesem Wege transportiert. Während wir fleißigen Helfer uns auf dem Grünstreifen der Badstraße breitmachten, um einen guten Blick auf den Start und die Fahrer in der Nähe ihrer Kisten zu haben, absolvierten die Piloten einen ersten Trainingslauf von einer 2,50m hohen Rampe die Badstraße hinab.
Die Vorläufe: In der StockCar-Klasse (Kiste + Fahrer maximal 80kg) waren Jorin und Tobias F. als "grüne Männchen" dabei. Beide konnten ihre Zeit von Start zu Start verbessern und erreichten in der Endwertung, für die alle 4 Zeiten addiert wurden, Platz 7 mit 2:15,07 Minuten und Platz 13 mit 2:16,90 Minuten von insgesamt 14 Startern. Somit erreichte nur Jorin das Finale.
Bei den SuperStockCar-Seifenkisten (Kiste + Fahrer maximal 90kg) vertraten Pünktchen, Chris und Zeno uns Dresdenen und belegten in der Endwertung Platz 4 mit 2:12,80 Minuten, Platz 7 mit 2:12,95 Minuten und Platz 12 mit 2:15,92 Minuten. Pünktchen fuhr dabei die zweitschnellste Einzel-Zeit aller 12 Teilnehmer und zog gemeinsam mit Chris ins Finale ein.
Mittlerweile waren auch Julia und Vadim eingetroffen, die unsere Piloten als Schlachtenbummler unterstützten und die "alten Esel" entlasteten. Außerdem turnte in der Mittagspause das Maskottchen von Alba Berlin über die Rennstrecke und wir konnten Sarah (ehemals Post SV) begrüßen, die hier ihre Portokasse aufbesserte, indem sie kostenlos RedBull an die Anwesenden verteilte - über einen Mangel an süßer, klebriger, koffein- und was-weiß-ich-was-noch-alles-haltiger Brause konnten wir uns jedenfalls nicht beschweren.
Die Endläufe: Noch 2 weitere Male rasten die Piloten die Badstraße hinab, um die schnellsten Kisten zu ermitteln. Jorin konnte sich gegenüber den Vorläufen nochmals steigern und belegte mit 1:07,50 Minuten den 6. Platz in der StockCar-Klasse. In der SuperStockCar-Klasse sah es nicht ganz so gut aus; nachdem Pünktchen es gerade noch rechtzeitig zum Start geschafft hatte, reichte es mit 1:06,51 Minuten "nur" noch für Platz 8 und Chris belegte trotz seiner schnellsten Einzel-Zeit aller Fahrer im ersten Durchgang mit 1:06,00 Minuten Platz 6.
Bei der abschließenden Siegerehrung wurden noch Fahrräder, T-Shirts und Uhren verlost, aber hierbei war uns das Glück nicht hold, was sicher auch an der Rekord-Teilnehmerzahl in diesem Jahr lag. Trotzdem konnten alle Fahrer eine Urkunde und eine kleine Blech-Seifenkiste als Erinnerung mit nach Hause nehmen.
Ein großes Dankeschön nochmals an Rainer Stolle, der sich nicht nur um seinen Sohn Christian (Platz 10 in der Senior-Klasse) und um uns zu kümmern hatte, sondern auch bereits zum 2. Mal ein Sonderrennen für krebskranke Kinder organisierte.
Bericht von Dennis
Die Fotos vom Rennen stammen von der Homepage der Seifenkisten-Rennvereinigung "www.seifenkisten.de".
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