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Die "Vogelgrippe" und der Rudersport

 

Mittlerweile ist es in den Medien ruhig geworden um das H5N1-Virus. Das Robert-Koch-Institut und das Friedrich-Loeffler-Institut entdecken jedoch nach wie vor Tiere, die mit dem Erreger infiziert sind. Sollte uns als Ruderer das interessieren?

Fakten - Beruhigendes (Stand: Mai 2006)

Bisher kam es weltweit zu 180 Erkrankungen, die Hälfte der Betroffenen starb; "normale" Grippeviren hingegen kosten jährlich zirka 20.000 Menschen alleine in Deutschland das Leben.
Eine Ansteckung von Menschen durch Wildvögel ist bisher nicht nachgewiesen.
Bisher kann die Übertragung von Mensch zu Mensch ausgeschlossen werden.

Fakten - Möglicherweise Beunruhigendes

Wasservögel sind besonders anfällig für das Virus und wenn sie erstmal mit hängendem Kopf auf dem Wasser treiben oder seitlings auf dem Boden liegen, haben sie vermutlich bereits weitere Artgenossen infiziert und tragen den Erreger weiterhin in sich.
Das Virus kann auch bei geringen Temperaturen mehrere Wochen in Kadavern oder in Vogelkot überleben und auch in diesem Jahr wird unser Steg regelmäßig mit den Hinterlassenschaften diverser Wasservögel übersät sein.

Fakten - Das Fazit

Wenn für den Menschen eine Gefahr besteht, dann ist der nächstliegende Infektionsweg für uns Ruderer derjenige über den Vogeldreck auf dem Steg, welcher sich natürlich ungewollt oder sogar unbemerkt auch auf Booten und Kleidung wiederfindet.

Maßnahmen - Unabhängig von aktuellen Ereignissen

Steg und Boote, aber auch die dazu benutzten Lappen und Geräte, sollten saubergehalten werden.
Tote Tiere und die Ausscheidungen lebender Tiere sollten nicht angefasst werden.

Maßnahmen - Wer sicher(er) sein möchte...

... wäscht sich nach einem "Griff ins Glück" sofort die Hände mit Seife.
... lässt auch den betroffenen Stemm-, Einsteige- und Bodenbrettern der Boote eine Behandlung mit einem Reinigungsmittel angedeihen.
... reinigt seine Schuhe, bevor er sie im Spind oder in der Umkleide abstellt; bevorzugt schon, bevor er das Bootshaus betritt.

Maßnahmen - Auffinden eines toten Tieres

Dem Kadaver sollte man nicht zu nahe kommen und man sollte ihn auf keinen Fall anfassen.
Das zuständige Veterinäramt ist zu benachrichtigen; in unserem Fall die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht des Bezirks Spandau unter den Telefonnummern 3303-3350, 3303-2657, 3303-2557 oder per Telefax unter 3303-7602 oder per E-Mail unter ges7@ba-spandau.verwalt-berlin.de; außerhalb der Sprechzeiten nimmt auch die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 Hinweise entgegen.

 

Dennis Klopke


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