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Skatreise 2004

 

Spätsommer, das heißt: "Die Skatkasse ist gut gefüllt!"
Am 17. September war es wieder einmal soweit. 5 Ehepaare machten sich mit 4 Fahrzeugen auf den Weg nach Quedlinburg, wir hatten unsere Quartiere im Hotel "Otto III" gebucht, und es nicht bereut. Vom Lehrmädchen bis zum Hotelchef war jeder bemüht unsere Wünsche zu erfüllen, das immer mit einem Lächeln. Das Essen war ausgezeichnet, der Clou für uns Skatspieler war aber unser "Spielplatz", ein großer Tisch, für Kiebitze nicht einsehbar, aber... direkter Blickkontakt zur Theke, eigentlich das Beste, was uns in den 27 Skatjahren geboten wurde.
Gegen 13 Uhr waren alle Teilnehmer eingetroffen, ein Bierchen, Ausruhen, war Lust hatte, unternahm eine kleine Stadtbesichtigung. Zum Abendbrot trafen wir uns dann an einer großen Tafel, die für uns die gesamte Zeit reserviert war; so konnte man immer zusammensitzen. Das Hotel nennt sich kinderfreundlich, so tobten eine etliche Zahl von 2-6jährigen Kindern durch den Speisesaal, wir hatten viel Spaß daran, sie wirkten nicht störend, es war eben "Leben in der Bude".
Nach dem Essen begann nun das "große Spiel", unsere Damen vergnügten sich dann im Schwimmbad, in der Sauna und zum Umtrunk im Zimmer der Familie Giehne.
Am Samstag ging es nach Wernigerode. Die Stadt muss man einfach gesehen haben, schöne Fußgängerzonen, prachtvoll renovierte Häuser, ein Marktplatz wie im Bilderbuch. Am Parkplatz bestiegen wie die "Gummibahn", um den Aufstieg zum Schloss zu sparen. Ein Teil der Truppe besichtigte das Schloss, andere Teilnehmer genossen auf der Schlossterrasse die herrliche Aussicht (und das Bier). Die Rückkehr in die Stadt schien etwas problematisch zu werden, die Haltestelle der Bahn war gut gefüllt. Nun, auch Probleme können gut gelöst werden, ein Kremser stand in der Nähe, Mac nahm Verhandlungen auf, einige Geldscheine wechselten den Besitzer und so ging es gemütlich mit 2 PS zurück in die City. Dort lockten nun zahlreiche Geschäfte mit ihren Auslagen, unsere Damen bekamen glänzende Augen, bei den Männern hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Nun hatte Quasi einen sehr guten Vorschlag: Man könne sich ja ein der Stadt trennen, auch die Rückfahrt war ja kein Problem, da ja Autos zur Verfügung standen, erleichtert zogen wir Männer unsere eigenen Kreise. Der Abend wurde wie schon geschildert begangen, am Sonntag, nach dem Frühstück setzten sich die Kraftfahrer(innen) zusammen, um einen schönen Tag zu planen. Sehr hilfreich erwies sich dabei Macs GPS-System, wir wollen das auch nachrüsten.
Es ging nun zuerst nach Thale, dann mit der Seilbahn auf den "Hexentanzplatz", diese Damen waren dort allerdings nicht zu sehen, erst am Abend tanzten auf unserem Abendbrottisch (Uschi Esser hatte unseren Frauen je ein Exemplar geschenkt) welche.
Auf dem Hexentanzplatz befindet sich auch eine Sommerrodelbahn, unsere "Jugend" unternahm einige Abfahrten, wir Älteren genossen aus einer Kneipe die Aussicht auf die Berge.
Alle waren heil im Tal gelandet, nun meldete sich auch der kleine Hunger, zum Windbeutelkönig an der Okertalsperre wäre es recht weit gewesen, so einigten wir uns auf Stolberg, fanden dort ein nettes Café, das alle Wünsche, ob Kuchen, Schweinebraten (kalt) oder Lärchen mit Grünkohl (Pinkel) erfüllte. Da de Speisen (besonders der Mohnkuchen) etwas vor dem Magen lagen, brachte Horst Esser mit einer Lage "Schierker Feuerstein" (die Autofahrer natürlich ausgenommen) die Sache wieder ins Lot. Der Schreiber dieser Zeilen vergaß seine Herrentasche dort, unser aufmerksamer Mac konnte aber größeren Schaden verhüten, er nahm das gute Stück an sich, nach einigen Schreckminuten hatte ich das gute Stück wieder. Nach einer wunderschönen Fahrt durch die sich langsam herbstlich färbenden Wäldern erreichten wir wieder unser Hotel.
Heidi Giehne hatte für uns Männer modische Zipfelmützen geschneidert, die mussten durch unsere Hoffotografin Marion Hümmer erst bildlich festgehalten werden, dann wurde die letzte Skatschlacht dieser Reise begonnen. Unsere Damen mieden am Abschiedsabend das Bad und begaben sich auch zur Theke, sie saßen aber am "Nordende" und bildeten keinen Störfaktor.
Am Montag noch "Gruppenbild mit Dame" durch die nette Empfangschefin, dann ging es wieder in Richtung Berlin. Das Wetter: Na, Sie wissen doch: Wenn Dresdenen reisen!
Wieder hat es großen Spaß gemacht, wir haben uns in den 4 Tagen sehr gut verstanden, Dank an Achim Hümmer, der mit seiner Kassenführung uns kaum an die eigene Geldbörse ließ, Dank an Mac, der mit seinem Navigator die tollsten Touren vorplante, Dank an unsere Marion, die unermüdlich ihre Kamera einsetzte, fahren wir 2005 in die Lüneburger Heide ?

 

Klaus-Peter Rosemann


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