Rudern @ Dresdenia Berlin
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Mein Weg ins Rudervereinsleben

 

Eigentlich ist der Beginn meines Ruderlebens auf einen Tag zurück zu datieren, der wirklich schon weit zurückliegt. Es war an einem Monatg im August 2000, an dem ich die neuen Auszubildenden des Jahrgangs in der Küche des Forum Hotel Berlin begrüßte. Einder der sich nun mir anvertrauten jungen Köche war Sebastian Wrede, welcher sich bald als begeisterter Freizeitruderer zu erkennen gab. Er erzählte mit Begeisterung von seinem Hobby und manchmal bestaunten meine Kollegen und ich die mit Blasen verschönten Handflächen, welche auch oft zu einer spaßigen Bemerkung führten, welche Sebastian klaglos ertrug.
Seine Berufsausbildung machte nun im Laufe der Zeit Fortschritte und gleichzeitig wirkten die Schilderungen von den oft unterhaltsamen Rudertouren an meinem schlechten Gewissen, welches meine gesundheitliche Verfassung betraf. Nach diversen Jahren als Koch hatte sich bei mir eine gewisse Unbeweglichkeit und Trägheit breitgemacht, welche sich in meinem Bauch und zu hohen Blutdruckwerten wiederspiegelte.
Der erste Schritt zu Dresdenia war ein Besuch der Internetseite, zu dem mir Sebastian die Adresse gab und auf der ich einige Berichte der Klubmitglieder fand, die von viel Spaß und Zusammenhalt erzählten, die mir die Überzeugung gaben, es wenigstens auch einmal zu versuchen. Ich überwand den inneren Schweinehund und verabredete mich mit Sebastian zu einem Proberudern an der Scharfen Lanke. Das Wetter war gut und so bestiegen Dennis, Sebastian und ich einen Zweier mit Steuermann und ab ging es aufs nasse Element. Meine ersten Meter waren doch mehr Krampf als Freude, aber meine beiden Lehrmeister waren mit viel Geduld und auch Lob für meine Anfänge sehr motivierend. Außerdem fand ich, was ich mir versprochen hatte: Bewegung, Wasser, Natur und vor Allem nette Leute.
Nach einigen Rudergängen, welche mir Selbstvertrauen gaben, kam die erste größere Tour mit einer größeren Runde zu "Wannsee in Flammen". Diese hat mir großen Spaß gemacht, hat mich aber auch gefordert. Ich hatte doch noch einige Unsicherheiten und wohl noch zu wenig Ausdauer. Jedenfalls ging ich beim Aussteigen aus dem Boot im wahrsten Sinne baden.
Es lachte niemand und alle sprachen mir Mut zu, was mich sehr freute.
Nun bin ich Mitglied im Club an der Scharfen Lanke und es macht mir viel Spaß. Mir gefällt die fröhliche Atmosphäre, die sportliche Kameradschaft und wie ich als Anfänger integriert bin. Leider steht oft mein Dienstplan in der Firma dem Ruderleben des Clubs feindlich gegenüber, aber ich werde so oft wie möglich präsent sein. Mein Dank gilt dem Vorsitzenden Hadi Würger, welcher sich sehr um meine Ruderausbildung kümmert, Dennis Klopke, der mich so gut auf meinen ersten Rudermetern begleitet und natürlich Sebastian Wrede, der mich aus meiner unsportlichen Faulheit gerissen hat.

 

Stefan Ernst


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