Rudern @ Dresdenia Berlin
Dresdenia-Echo • Kurzmeldungen • Termine • Wanderfahrten • Wettkämpfe • Kilometerliste • Wanderruder-Wettbewerbe • Vermischtes
Vermischtes


Ein "ganz normaler Sonnabend" I

Bootshauseinweihung beim Ruder-Club Kleinmachnow-Stahnsdorf-Teltow

Sonnabend, 01.06.2002

Die Geschichte beginnt an dem Tag, wo mir Dennis erzählt, dass der RC KST (Ruder-Club Kleinmachnow-Stahnsdorf-Teltow) seine Einweihung mit einem Tag der offenen Tür feiert. Wir sagten uns "da müssen wir hin". Das Problem war nur noch, dass es ein Samstag war und wir niemanden gefunden hatten, der das Jugendrudern übernimmt, und somit mussten wir es selbst machen.
Unsere Jugendlichen kamen ordnungsgemäß um 12 Uhr und wir sagten allen gleich, dass wir heute keine Zeit zum Trödeln haben, weil wir noch weg müssen. Das klappte auch alles sehr gut und wir schafften es, das Jugendrudern um 14:30 Uhr für beendet zu erklären. Nun tranken Dennis und ich noch schnell etwas, damit wir endlich gegen 15 Uhr durchstarten konnten in Richtung Machnower Schleuse. Wir schnappten uns die "Wuhlheide" (auch bekannt als Walter's Wanne) und düsten los. Wir ruderten gemütlich durchs Nadelöhr und über den Wannsee nach Kohlhasenbrück, wo wir nach knapp 1½ Stunden ankamen. Wir fuhren noch ein Stück in den Teltowkanal, bevor wir eine kurze Pause machten. Aus unserer Ruhe wurden wir dann gerissen, als ein Uferbewohner uns das Ergebnis vom ersten Deutschland-Spiel bei der Fußball-WM zurief: 8:0. Wir glaubten es erst gar nicht, aber da das Interesse an diesem Tag nur nebenbei dem Fußball galt, war es uns auch egal. Wir fuhren noch etwas den niemals zu enden scheinenden Kanal, bis wir ein paar Boote von Stefan Biastock (neuerdings Vereinsgründer) entdeckten. Da wussten wir, dass es nicht mehr weit war. Wir kamen schon nach 2 Stunden um die letzte Kurve und suchten nun den Rudersteg, wo wir hätten anlegen können - war aber nicht. Es gab noch keinen. Aber wir sichteten einen Steg für Ausflugsdampfer. Wir waren so etwas ähnliches, also konnten wir dort an Land gehen. Das Boot machten wir fest und bewegten uns in Richtung Verein, wo wir viele bekannte Gesichter begrüßen konnten, wie z.B. Stefan (Berta-Ida-Anton und stock wie der Stock), Laura, Timo, Franky und natürlich auch Martina Jagsch. Aus anderen Vereinen konnten wir niemanden begrüßen, da niemand da war.
Unser Zeitplan war gut durchdacht und ziemlich knapp, weil ich am Abend noch auf einen Geburtstag musste. Wir erholten uns ein wenig bei Speis' und Trank, bis wir uns um ca. 18 Uhr wieder auf den Weg machten. Die von uns geforderten Eier - schließlich war es per Definition eine Eierfahrt - waren allerdings nicht vorrätig gewesen und wir hatten uns nach zähen Verhandlungen auf Bier geeinigt.
Mit nur einer kleinen Pause bei den Schülerinnen wegen menschlicher Bedürfnisse rauschten wir die 20 km in diesmal (nur) 2½ Stunden zurück. Zuhause am Bootshaus angekommen sagten wir uns, dass es doch ein schöner Tag mit ausreichend Ruderkilometern war, ein ganz normaler Samstag eben. Dann trennten sich unsere Wege.

 

Bericht von Sebastian W.

 

Kleiner Nachtrag: "Noch ein Bier, ich bin Ruderer!" wurde an diesem Tag vom Kurzen als geflügeltes Wort eingeführt, und darf von volljährigen Kameraden lizenzgebührenfrei als Begründung für erhöhtes Durstaufkommen verwendet werden.


Rudern @ Dresdenia Berlin
Dresdenia-Echo • Kurzmeldungen • Termine • Wanderfahrten • Wettkämpfe • Kilometerliste • Wanderruder-Wettbewerbe • Vermischtes
Vermischtes