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Yukon-Wanderfahrt

KanadaWhitehorse → KanadaCarmacks
24. - 30. August 2001

Blick auf den Yukon

Blick auf den Yukon

Holzfäller-Romantik

Hütte

Abendstimmung mit Riemen

Riemen und Skulls

Gustav hat Spaß beim Holzhacken

Gustav hackt Holz

alte Kutsche

Kutsche

Picknick

Picknick

mehr Landschaft geht nicht

Yukon

Schlagfrau Ute, Spitzen-Mann Gustav

Doppelvierer

"Ute und Gusatv auf dem Yukon"

Im August des Jahres 2001 sollte es ruderisch etwas Besonderes sein. Angeregt von einem Artikel im "rudersport" entschlossen wir uns, an einer Wanderfahrt in Kanada teilzunehmen.
Wir trafen uns in Westkanada auf dem Flughafen in Vancouver mit RuderkameradInnen aus München, Stuttgart, Naumburg und Regensburg.
Von dort aus flogen wir gemeinsam Richtung Alaska nach Whitehorse. Auf dem Flugplatz erwarteten uns die Organisatoren, das Schweizer Ehepaar Barbara und Kurt Baumann, die seit Jahren in Kanada leben.
Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie viele Gepäckstücke bei neun Personen zusammenkamen: Luftmatratzen, Schlafsäcke, Rucksäcke usw. Nachdem alles in einem Transporter verstaut war, ging es ab zur Übernachtung in die Wildnis an den Yukon-River.
Wir lernten schnell, wie die Zelte auf- und abgebaut werden mussten. Im Nu wurde aus dem umherliegenden Holz ein Lagerfeuer angezündet und Barbara zauberte uns ein Drei-Gänge-Menü. Vor dem Zubettgehen mussten wir Lebensmittel, Kosmetikartikel sowie die Zahnpasta weit weg auf Bäume hängen, um zu vermeiden, dass uns in der Nacht ein Bär im Zelt besuchte.
Frühmorgens weckte uns dennoch ein Knurren. Gott sei Dank war es nur der Hund unserer kanadischen Fahrtenleitung.
Wir ruderten mit zwei C-Vierern den reißenden Yukon stromabwärts Richtung Beringsee. Der Steuermann musste auf Stromschnellen, Strudel, Sandbänke und Felsen achten. Nur die Mannschaften konnten die unberührte Natur genießen und brauchten wegen der Strömung nur mit halber Kraft zu rudern. Dennoch legten wir täglich ca. 50 Kilometer zurück.
Dabei sahen wir einen Weißkopf-Seeadler, riesige Lachse und Schwarzbären. Unterwegs besichtigten wir alte Schiffe und Bauwerke aus der Goldgräberzeit im 19. Jahrhundert.
Zur Mittagszeit suchte Barbara mit dem Motorboot schöne Rastplätze am Ufer oder auf Sandbänken aus. Mit dem schnell gesammelten Holz entfachten wir ein Feuer und sie bereitete uns eine leckere Suppe.
Abends saßen wir gemütlich am knisternden Lagerfeuer und diskutierten unsere Reaktionen bei dem möglichen Besuch eines Grizzly-Bären. Unsere kanadischen Freunde hatten scharfes Bärenspray und eine große Axt im Zelt, was uns nicht gerade beruhigte.
Sie erzählten, dass sie bisher nur einmal von einem Bären überrascht wurden und auf einen Baum flüchteten. Der Bär kümmerte sich aber nicht um sie, sondern interessierte sich nur für die Lebensmittel.
Wir hatten herrliches Ruderwetter. Nur an einem Vormittag regnete es. Ansonsten schien die Sonne.
Es war ein wunderschönes Erlebnis, allein mit zwei Ruderbooten in der Wildnis auf dem Yukon zu rudern, der mit 3.000 Kilometern zu den längsten Flüssen der Welt zählt.
Wir verstanden uns alle ausgezeichnet und hatten viel Spaß miteinander, wenn wir Brennholz suchten, Bäume fällten oder uns gemeinsam im 5°C (!) kalten Yukon wuschen bzw. badeten.
Rudert doch auch einmal in Kanada! Barabara und Kurt sind nette Leute, die sich über Euren Besuch sicher freuen würden. Für uns war es ein ganz besonderer Urlaub, den wir nie vergessen werden.

 

Bericht von Ute & Gustav


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