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Gemeinschafts-Jugend-Wanderfahrt des Post SV

Gewässer rund um Berlin-Wendenschloß
31. Oktober - 02. November 2003

Freitag, 31.10.2003

Wir haben uns am Freitag nachmittag um sechs am Bootshaus getroffen. "Wir" das waren Dennis, Andi, Christian S., Christian F., Felix, Tobi, Jorin, Zeno und ich. Wir machten aus, dass Christian S. und Andi mit dem Auto zum Post SV nach Wendenschloß fahren und das gesamte Gepäck mitnehmen und wir restlichen mit der BVG fahren.
Wir fuhren also mit sämtlichen öffentlichen Verkehrsmitteln und waren um kurz vor halb neun (genauer 20:27 Uhr) am Fähranleger in Grünau, genau gegenüber von der Stelle, an die wir wollten. Wir guckten, wann die nächste Fähre fahren würde: die letzte war um 20:20 Uhr abgefahren und die nächste würde erst am nächsten Morgen kommen. Soviel also zu Gerrits – unserem Fahrtenleiter von Post – Aussage: die Fähre fährt bis um neun. Naja, wir nahmen also die nächste Straßenbahn und fuhren und liefen und fuhren wieder bis zum Verein.
Dort trafen wir dann erst mal Andi und Christian, die noch Reyk im Auto hatten und fröhlich ein Bier tranken. Die Märker Wulf, Rafael und Daniel waren auch schon da. Gerrit, der eigentlich gesagt hatte, er käme um halb neun, kam dann zirka zehn Minuten nach uns, um viertel zehn an. Wir erfuhren, dass er als Fahrtenleiter der einzige von seinem Verein war, wir Dresdenen also mal wieder in der (absolut absoluten) Überzahl.
Am Abend saßen dann alle fröhlich zusammen und quatschten jede Menge Blödsinn, es war mal wieder sehr lustig. Reyk fuhr an diesem Abend gleich wieder nach Hause, er war eigentlich nur mal so vorbeigekommen.

Sonnabend, 01.11.2003

Am nächsten Morgen standen wir um halb neun auf, frühstückten und waren gegen halb elf auf dem Wasser. Wir fuhren nach Köpenick rein, über die Müggelspree, den Müggelsee und dann weiter auf der Spree. Der Müggelsee ist ja wirklich riesig, aber da das Wetter okay war, war es kein Problem.
Achso, die Einteilung: Christian Siebert, Gerrit und ich waren in einem Dreier ohne Steuermann. Bei der Einteilung hatte Gerrit gefragt, ob einer von uns steuern wollte und ich mit den dreißig Kilometern für diesen Tag im Kopf hatte verneint (was ich später bereute). Dann waren da noch zwei Vierer; der Erste mit Dennis, Andi, Jorin, Tobi und Rafael, im letzten Vierer saß dann der Rest.
Zu stark besetzt, ist der Dreier immer vorweggeprescht und hat dann immer wieder auf die anderen warten müssen. Es wurde immer ziemlich schnell kalt, wenn man angehalten hat.
Wir fuhren also bis zum Dämeritzsee. An ihm liegt der Ruderverein Erkner, bei dem wir an Pfingsten schon mal übernachtet haben. Diesmal machten wir dort nur Pause und aßen etwas.
Dann fuhren wir in den Gosener Graben. Der ist relativ eng und ziemlich kurvig, aber diesmal brauchte ich wenigstens nicht schwimmen zu gehen (das letzte Mal hatte ich die Boote vom Wasser aus über einen umgekippten Baum gezogen. Aber da war es auch zirka zwanzig Grad wärmer gewesen).
Nach dem Graben fuhren wir erst über Seddinsee (mit Gegenwind oder für uns gefühlt ja "Rückenwind") und dann über den Oder-Spree-Kanal in den Krossinsee. Dort legten wir am Anglerheim an, wo wir uns eigentlich ein wenig aufwärmen wollten. Aber dieses dumme Heim macht Urlaub bis sonstwann. Wir blieben also bei den Booten und aßen nur etwas. Dann wollten wir zurück. Wir entschieden uns eigentlich gegen die längere Strecke und wollten ein Stück so zurück, wie wir gekommen waren (und dann wieder weiter). Nun fuhr aber nach dem Ablegen erst mal Dennis' Vierer vor und schlug den Weg Richtung superlange Strecke ein. Gerrit protestierte so halb, aber wir zogen dann wieder an ihnen vorbei und fuhren halt auch die lange Strecke. So wurden aus den vorher eingeplanten zweiunddreißig Kilometern vierundvierzig. Nach dem Großen Zug kam der Zeuthener See, dann waren wir wieder beim ESV Schmöckwitz, wo in der letzten Woche das Berliner Abrudern gewesen war, dann kam der Lange See. Um halb sechs legten wir endlich am Bootshaus an. Verschiedene gingen zunächst unter die Dusche, andere bereiteten sofort das Essen vor. (Welch Überraschung: es gab Nudeln mit Tomatensoße aus verschiedenen Gläsern! Das gibt es eigentlich auf jeder Ruder-Wanderfahrt, weil einfach, sättigend und jedem schmeckend).

Sonntag, 02.11.2003

Am Sonntag sind wir wieder um halb neun aufgestanden und so um halb elf losgerudert.
Dieses Mal sind wir in den Teltowkanal eingebogen und dort Ewigkeiten gefahren. Die Einteilung war an diesem Tag eine andere: Gerrit, Tobi und Andi saßen in dem ungesteuerten Dreier, Dennis, Christian Frieben, Zeno, Jorin und ich in einem Vierer, die Märker, Felix und Christian S. in dem anderen Vierer.
Wir fuhren auf dem Teltowkanal bis zur Neuköllner Schleuse. Eigentlich wollten wir schleusen, aber die Schleuse war außer Betrieb. Na toll. Wir bogen also in den Britzer Zweigkanal ab und fuhren nur bis in die Rummelsburger Bucht. Da waren wir zu Pfingsten auch schon mal gewesen.
Beim Treptower Ruderverein machten wir dann nochmal eine Stunde Pause. Diesmal saßen wir drinnen und es war zwar kaum geheizt (die Heizung war gerade kaputt) aber trotzdem wärmer als draußen.
Christian und zwei der Märker waren während der Pause unten geblieben und als wir dann wieder runterkamen und weiter- und zurückfahren wollten, waren sie plötzlich mit dem Dreier verschwunden. Sie hatten sogar Gerrit sein Bier rausgestellt und waren abgedampft. Ohne etwas zu sagen. Felix und Wulf standen völlig ohne Mannschaft da und Gerrit, Andi und Tobi ohne Boot. Sie fuhren dann natürlich zusammen, aber es war doch eine große Frechheit. Christian hatte nichts gesagt, da wir dann rumdiskutiert hätten oder es ungemütlich gefunden hätten; deshalb seien sie einfach so losgefahren – man kennt sich halt...
Naja, wir kamen jedenfalls wieder gut am Bootshaus an, packten noch unsere Sachen zusammen und fuhren dann wieder zurück nach Spandau.

 

Bericht von Franziska


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