Rudern @ Dresdenia Berlin
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gemütlicher Frühlingsabend am Lagerfeuer |
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der Storkower Ruderverein am Morgen |
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die Schleuse Wendisch Rietz vor dem Scharmützelsee |
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So schön kann es sein, ein Student oder ein Arbeitssuchender zu sein. Andi und ich trafen uns bereits gegen Mittag, um Fressalien (heisst das dazu passende Gegenstück eigentlich "Saufalien"?) für das Wochenende einzukaufen und fuhren nach Storkow. Der "Hafenmeister" des Rudervereins war zwar ein wenig überrascht, dass wir wie abgesprochen 1. schon um 14 Uhr vor Ort waren und 2. keine eigenen Boote dabei hatten, aber die Quartiere bekamen wir trotzdem. Mit etwas Verhandlungsgeschick gelang es uns weiterhin, zwei Vierer für die kommenden Tage zugewiesen zu bekommen, und auch der heutige Nachmittag konnte unter Verwendung eines offensichtlich lange nicht mehr benutzten ungesteuerten Klinkerzweiers ruderisch genutzt werden.
Gesagt, gekocht, gegessen, getan. Nach Überquerung des Großen Storkower Sees erkundigten wir uns bei der Schleuse Wendisch Rietz über die morgigen Schleusenzeiten und nach erneuter Überfahrt bei der Schleuse Storkow nach den übermorgigen. Den krönenden Abschluß unserer 17-Kilometer-Nachmittags-Rudertour bildete ein Abstecher in den schmalen Wehrarm der letztgenannten Schleuse bis zu der Stelle, wo eine Wende mit dem kurzen Zweier schon nicht mehr wirklich möglich war.
Nach etwas Smalltalk mit dem Storkower Trainer und seinem Juniorinnen-Zweier trafen unsere acht Kameraden ein und schnell wurde die Feuerstelle als solche genutzt. Die Mehrheit, die heute nicht auf dem Wasser war, sondern sich in der Schule oder auf der Arbeitsstelle ausruhen konnte, war natürlich völlig unausgelastet, so dass der gesellige Abend wie immer erst am nächsten Morgen sein Ende fand.
Bericht von Dennis
Noch völlig fertig vom Vorabend mussten wir um zirka 8 Uhr aufstehen (viel zu früh!).
Nach einem recht lustigen Frühstück auf dem Gelände des Storkower Rudervereins ließen wir die Boote, zwei Vierer, zu Wasser. Ohne die beiden Grazien (Anja und Tanja) stachen wir in Richtung Bad Saarow in See.
Zuerst über den Großen Storkower See, dann durch einen kleinen Kanal mit Schleuse. Auf dem Scharmützelsee angekommen, berieten wir, ob wir zuerst nach Bad Saarow, oder in einen weiteren kleineren See rudern sollten. Wir entschieden uns für Option Nummer 2, was ein völliger Reinfall war, denn zwischen dem Scharmützelsee und dem Springsee ist ein kleiner Kanal, ebenfalls mit Schleuse. Doch die Schleuse war automatisch und schleuste nur alle zwei Stunden hoch und wieder herunter. Kurzerhand beschlossen wir, auf die nächste Schleusung zu warten und fuhren hinein. Als es dann endlich so weit war und wir hinaufgeschleust werden sollten, passierte überhaupt nichts. Nach zehn Minuten riefen wir bei dem Schleusenmenschen an, doch der erzählte uns, dass aus der Schleusung wohl nichts wird (warum weiß ich selbst nicht). Nach einer Diskussion, ob wir umtragen oder doch lieber weiter fahren sollten, entschieden wir uns, unsere Fahrt in Richtung Bad Saarow fortzusetzen.
Der Wind auf dem Scharmützelsee machte unserm ungesteuertem Vierer (Herrn Siemens, Zeno, Christian F. und mir) schwer zu schaffen, aber mit Dauerüberziehen gelang es uns, heil nach Bad Saarow und auch wieder zurück zu kommen.
Am Abend, nach einem ausgiebigen Nudelessen, machten wir erneut ein gemütliches Lagerfeuer, doch die Gesellschaft verschwand größtenteils nach drinnen, wo es angeblich zu gemütliche Sessel gab, um wieder heraus zu kommen. Aber auch der Rest verschwand schneller als am Vorabend nach drinnen und spielte Schach oder hörte Musik. Nach 42 Kilometern Rudern fielen wir erschöpft ins Bett.
Anmerkung: Ich musste diesen Bericht nur schreiben, weil ich beim Abendessen eine Katze, die auf dem Gelände herumtollte, ins Wasser zu werfen versuchte.
Bericht von Pünktchen
Als erstes möchte ich erst mal beschreiben, wie ich zu der fragwürdigen Ehre kam, diesen "tollen" Bericht zu schreiben: wir saßen am Samstagnachmittag auf der Bank und schauten raus aufs Wasser. Felix, Christian und Andi haben drinnen gekocht und Dennis meinte zu Zeno, der neben mir saß, dass er, weil er nichts Allgemeinnütziges mache, den Bericht für Sonntag schreiben solle. Zeno guckte natürlich sehr kritisch und hat dann irgendwie gezeigt, oder keine Ahnung was gemacht, auf jeden Fall sah Dennis plötzlich mich an und meinte, ich sei ja auch noch da und könnte eigentlich schreiben. Und ich als Neuling würde vielleicht noch Sachen entdecken und beschreiben, die die Anderen gar nicht wahrnehmen. Naja, so kam ich zu diesem Tagesbericht.
Am Sonntag sind wir dann wieder so um acht bis halb neun aufgestanden und haben gefrühstückt. Anschließend räumten wir drinnen auf, da der Storkower Ruderverein an diesem Tag Arbeitsdienst hatte und natürlich nicht in unseren Sachen waaten sollte und wollte.
Um zehn waren wir dann fertig und haben die Boote ins Wasser gebracht. Die Besetzung der Boote war die Gleiche wie am Vortag (also Dennis, Andi, Felix, Tanja und ich in einem Boot und Christian S., Pünktchen, Christian F., Zeno und Anja in dem Anderen).
Wir ruderten zu Kuddel in Prieros und tranken dort eine Cola. Auf dem Weg dahin passierten wir zwei Schleusen, wobei die eine sehr langsam war, man konnte wirklich jeden Zentimeter ganz genau beobachten, und die andere etwas schneller. Bei Kuddel war es recht lustig. Er meinte erst, dass wir ja an Essen schon alles hätten. Jemand, ich weiß nicht mehr wer, hatte Süßigkeiten ausgepackt, die wir dann verspeisten, aber als dann noch ein anderer mit Baguette und Salami anfing, fand er es anscheinend doch nicht spaßig, sondern meinte, wir sollen entweder auf die Wiese gehen oder alles wegpacken.
Auf dem Rückweg lief auch alles glatt, auch wenn es zwischendurch etwas eng wurde. Wir wollten den anderen Vierer überholen, was dieser aber nicht zulassen wollte. Da ich noch nicht so gut steuern kann (es war das zweite Mal überhaupt, dass ich steuerte) und dementsprechend ziemliche Schlangenlinien fuhr, war mir ziemlich mulmig, aber letztendlich ging alles gut.
Gegen achtzehn Uhr kamen wir wieder am Storkower Ruderverein an und sind dann, nachdem wir die Autos eingeräumt hatten, auch ziemlich bald aufgebrochen.
Um zirka zwanzig Uhr waren wir dann wieder an der Scharfen Lanke.
Bericht von Franziska
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