Rudern @ Dresdenia Berlin
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Pfingstwanderfahrt auf der Peene

Dahmen → Trittelwitz → Alt-Plestlin → Jarmen
1. - 4. Juni 2001

Die TeilnehmerInnen:

Jorin Diemer, Zeno Diemer, Gabriele Frieben, Harry Frieben, Claudia Frieben, Sebastian Frieben, Christian Frieben, Tobias Frieben, Robert Hatje, Christel Gerspacher, Dennis Klopke, Gisela Pohl, Eckhard Pohl, Ute Pulletz, Werner Pulletz, Christian Wandrei, Dr. Hans-Dieter Würger

 

Auf vielfachen Wunsch entschloss ich mich spontan, auch in diesem Jahr eine Wanderfahrt zu organisieren. Trittelwitz an der Peene in Mecklenburg-Vorpommern lohnt sich landschaftlich immer, zumal wir bei unserem letzten Ausflug im Jahre 1998 nicht alle Ruderziele erreicht hatten.
Leider war unser Landhof über Himmelfahrt bereits ausgebucht, sodass wir uns für das Pfingstfest anmeldeten.
Je näher Pfingsten rückte, je schlimmer wurden die Wetterprognosen. Ganz Europa bestand aus Tiefdruckgebieten. Alle Regionen meldeten Gewitter, Regen oder Schauer. Die Tagestemperaturen sanken auf 16°C und bisweilen auf 14°C.
Mit gemischten Gefühlen packten wir unsere Rudersachen. Ich nahm mir vorsichtshalber ein zweites Paar Ruderschuhe und viele Plastiktüten mit. Ganz besonders bedauerte ich unsere Jugendlichen, die in Zelten übernachten wollten.

Freitag, 01.06.2001

Wir trafen uns gegen 16 Uhr auf dem Vereinsgelände von Dresdenia, um mit dem "Laubfrosch" und weiteren Autos nach Trittelwitz in Mecklenburg-Vorpommern aufzubrechen. Die Boote waren bestens verstaut auf dem Hänger, den wir von der Ruder-Union Arkona erhalten hatten.
In Dahmen am Malchiner See deponierten wir unsere Boote auf dem eingezäunten Gelände einer Fischerei, wo sie über Nacht lagerten.
Unsere abendliche Weiterfahrt gestaltete sich zu einem Suchspiel nach dem Orte Trittelwitz. Wir hatten die Abfahrt bei Lindenhof übersehen und landeten fast in Demmin. Demzufolge trafen wir erst gegen 21 Uhr im Landhof Trittelwitz ein, wo die nette Wirtin, Frau Bickert, bereits seit 20 Uhr mit einem leckeren Abendbrot auf uns wartete.
Schnell waren die Zimmer belegt und im Innenhof die Zelte der Jugend aufgebaut.
Jetzt begann der gemütliche Teil des "Tages". Wir saßen in einem 100m² großen Saal und feierten unsere Ankunft in Trittelwitz mit Gesang und Tanz sowie einmalig umfangreicher musikalischer Begleitung. Nicht nur Winzi spielte und steigerte sich von Stunde zu Stunde bis zur Höchstform, auch unsere Dresdenia-Jugend zeigte Spitzenleistungen. Auf der Bühne spielte sie auf zwei Klavieren, begleitet von Hadi mit einer Gitarre. Die Dresdenen boten aus dem Stegreif ein stimmungsvolles Konzert, das alle mitriss. Trittelwitz geriet außer Rand und Band, der Landhof bebte!
Alle gingen erschöpft und zufrieden in die Betten und durften wegen der fortgeschrittenen Stunde richtig ausschlafen.

 

Bericht von Gustav

Sonnabend, 02.06.2001

Es gab um 8 Uhr Frühstück. Anschließend trafen wir uns an den Autos, um nach Dahmen zu fahren. Dort mussten die Boote abgeladen und aufgeriggert werden. Um ca. 12:30 Uhr ruderten wir dann los.
Die Fahrt ging bei Sonnenschein über den Malchiner See.
Die Einfahrt zum Dahmener Kanal war schwer zu finden, weil am Ufer sehr viel Schilf war. Manchmal war es sehr eng, weil umgefallene Bäume uns fast den Weg versperrten.
Als wir auf den Kummerower See kamen, nieselte es. In Kummerow wartete der Landdienst auf uns.Dort machten wir eine Essenspause.

 

Bericht von Tobias

 

"Rings um den Kummerower See wächst und gedeiht eine vielfältige, artenreiche Pflanzen- und Tierwelt. Seltene Vögel finden hier Rast-, Brut- und Weideflächen. Im Schilf und in den Randbereichen des Sees brüten unter anderem Fischadler, Graugänse, Blessrallen, Bart- und Beutelmeisen. Hier ist der Biber zu Hause, es wächst die Kuhschelle und die Schachbrettblume. Auch Radfahrer haben die Möglichkeit, den landschaftlich reizvoll gelegenen See zu umrunden."

Pfingstsonntag, 03.06.2001

Nach dem Frühstück sind wir zum Trittelwitzer "Hafen" gelaufen, wo unsere Boote noch vom Vortag im Gras lagen.
Dann haben wir die Boote ins Wasser gelassen und sind losgefahren. Kurz hinter Demmin in Pensin haben wir an einer ehemaligen Fähre in einem Gasthaus eine Pause eingelegt.
Nach einer Stunde fuhren wir weiter stromanwärts.
Am Wasserwanderrastplatz Alt-Plestlin nahmen wir unsere Boote aus dem Wasser und fuhren mit den Autos zurück nach Trittelwitz, wo wir uns duschten und umzogen. Gegen 20:30 Uhr fuhren alle nach Demmin zum gemeinsamen Abendessen.

 

Bericht von Christian Frieben

Pfingstmontag, 04.06.2001

Dieser Tag begann - vom Wetter her gesehen - überaus trostlos. Die Zelte auf dem Innenhof unserer Pension in Trittelwitz boten am Morgen infolge des nächtlichen Dauerregens einen trostlosen Anblick. Jeder überlegte, wie er den Tag möglichst schnell hinter sich bringen könnte. Für die Fahrtenleitung stand jedoch fest, dass auch an diesem Tag noch gerudert wird. So stiegen wir in die Autos und fuhren nach Alt-Plestlin, wo die Boote lagen, um nach Jarmen zu rudern. Der Trost: nur 10km auf der Peene - von Kilometer 57 bis Kilometer 67. Die Stimmung wurde nach begonnener Ruderfahrt immer besser. Auch der Himmel hellte sich auf, und bald erfreute uns wieder die herrliche Natur und - Sonnenschein. Wir fanden eine gute Stelle zum Herausnehmen der Boote beim Wassersportverein Peenemoor, wo wir sehr gut und freundlich behandelt wurden. Dass wir mit drei Vierern dort landen, die Toiletten benutzen und die Fahrzeuge samt Riesenhänger auf dem Gelände abstellen konnten, war akzeptiert. Es wurde dort gemeinsam im Freien gegessen, der Fahrtenleiter bekam verdienterweise seine goldene Rakete samt Dankrede, die Boote wurden verladen und ab ging es auf der B96 über Neubrandenburg und Neustrelitz nach Berlin. Kurz vor dem Ziel setzte dann noch einmal schlechtes Wetter ein und der Fahrzeugverkehr staute sich. Dennoch kamen wir wohlbehalten gegen 20:30 Uhr auf dem Vereinsgelände an, wo ein Teil der Jugendlichen schon von ihren Eltern erwartet wurde.

 

Bericht von Eckhard

Ein Nachwort des Fahrtenleiters

Die ursprünglich befürchtete Wanderfahrt bei Dauerregen wurde ein erfolgreicher Ausflug mit insgesamt 86 Ruderkilometern. Das Wetter war für Ruderer ideal. Temperaturen um 18°C, leichter Westwind und kein Regen beim Rudern, mitunter sogar Sonnenschein. Petrus hatte wohl persönlich die Patenschaft für unsere Ruderfahrt übernommen.
Ich danke allen Teilnehmern(innen) und Helfern für die Vorbereitung sowie reibungslose Durchführung der Fahrt. Mein Dank gilt auch dem Auskundschafter "Gussi", der mir vor Jahren half, die Peene und Trittelwitz zu entdecken.
Wir können allen empfehlen, die herrliche Landschaft an der Peene mit dem Ruderboot oder Fahrrad selbst zu genießen. Der Landhof Trittelwitz bietet sich als Ausgangspunkt an.

 

Gustav


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