Rudern @ Dresdenia Berlin
Dresdenia-Echo • Kurzmeldungen • Termine • Wanderfahrten • Wettkämpfe • Kilometerliste • Wanderruder-Wettbewerbe • Vermischtes
Wanderfahrten • Fahrten-Archiv • Gewässer-Index


Wanderfahrt rund um Mirow

02. - 05. April 2004

Ein Aufpasser ist mehr wert als zwei Arbeiter

Stefan, Christian S., Zeno

Freitag, 02.04.2004

Nachdem der Mehrheitsbeschluss feststand und ich als Protokollant ausgewählt wurde, mache ich mich frisch ans Werk und werde die Eindrücke meiner ersten Wanderfahrt auf das Papier bannen.
Auf dem Rudertermin am Mittwoch, dem 3. April stellte sich heraus, das mein Arbeitgeber für mich freie Tage im Dienstplan vorsah, genau zu dem Zeitpunkt, an dem Christian Siebert und Zeno Diemer sich für ein verlängertes Ruderwochenende in Mirow verabredet hatten und da reifte in mir recht schnell der Entschluss, das schöne Wetter und die freie Zeit nicht zu Hause auf dem Sofa, sondern im Rollsitz zu verbringen. Die Beiden waren auch nicht abgeneigt und so klärten wir gleich die organisatorischen Details auf der Fahrt zum Kraftwerk Reuter.
Schnell waren die Sachen verstaut und das Boot auf dem Anhänger festgezurrt und schon ging die Tour los am Freitag, dem 2. April in Christians rotem Käfer über die Stadtautobahn und die B96 in Richtung Norden nach Mirow, malerisch gelegen in der Landschaft der Mecklenburgischen Seenplatte. Dort angekommen, war der Bezug des Quartiers beim RC Blau-Weiß Mirow schnell erledigt, die Schlafsäcke entrollt und die Lebensmittel im Kühlschrank verstaut und den Rest des Abends verbrachten wir bei einem Spaziergang im Städtchen und einem Abendessen, leichter Konversation über allseitig interessierende Fragen und einem Glas guten Rotweins.

Sonnabend, 03.04.2004

Am nächsten Morgen ging es nach einem Tee und Müsli los. Wir ließen das Boot zu Wasser, teilten die Mannschaft ein, was ja bei 3 Mann nicht so schwer war, verstauten das benötigte Gepäck und schon ging es los über den Müritz-Havel-Kanal zur kleinen Müritz, von dort aus wieder Richtung Süden durch den Müritzarm zum Thürensee, vorbei an Schilf und Wäldern zum Nebelsee, bis es kein Vorwärts mehr gab und wir den Rückweg nach einer vorschriftsmäßigen Wende über Backbord antraten. Unterbrochen wurde die Fahrt nur durch einige Pausen zur Nahrungsaufnahme, zum erledigen menschlicher Bedürfnisse und einem kleinen Sonnenbad auf einem der zahlreichen Stege, die unseren Weg säumten. Gegen Abend, nachdem wir zurückgekehrt waren, stärkten wir uns an einem großen Topf Grüner Bohnen mit Rindfleisch. Da im RV Blau-Weiß an diesem Tag Anrudern war, trafen wir uns mit den Mitgliedern von dort zu einem gemütlichen Abend. Wir wurden wegen unseres schönen Bootes, dem Zweier Grimnitzsee, bewundert und wohl auch beneidet. Nach kurzer Zeit und wenigen Gerstenkaltschalen zogen wir uns in die Schlafsäcke zurück.

Sonntag, 04.04.2004

Am Sonntag mit dem seltsamen Datum 04.04.04, der auch noch Palmsonntag war, ging es wieder los, nach Frühstück und Morgentoilette ging es mit neuer Kraft ins Boot, denn heute sollte es zum Schwarzen See gehen. Das Wetter war etwas wolkiger und windiger, aber das tat der guten Laune keinen Abbruch. Nur kleine Verstimmungen in den Verdauungsorganen von Christian und Zeno, welches aber nicht am Bohneneintopf, sondern eher an kleinen, bösen Vieren lag, konnten die Ruderaktivitäten kaum behindern. Ich war ja mit Profis und Kämpfern unterwegs. Mittags schmeckte uns schon wieder ein riesiger Topf mit Nudeln und einer roten Industriesoße. Nach kurzer Mittagsruhe ging es schon wieder ins Boot um nach Norden aufzubrechen und die Gegend um den Granzower- und Kotzower See zu erkunden. Am Abend reichte die Kraft noch für den Marsch ins Nachbardorf zu einem großen Eis in einer Pizzeria. Danach war aber das Horchen an Luftmatratze und Isomatte angesagt.

Montag, 05.04.2004

Der Montag war noch einmal durch 20 Kilometer Rudern in Richtung Zotzensee und Vilzsee sowie den Aufräumungs-, Verlade- und Reinigungsarbeiten gekennzeichnet. Nach reibungsloser Heimfahrt mit musikalischer Untermahlung von den Ärzten und toten Hosen, kamen wir im Bootshaus von Dresdenia an, verstauten Boot und private Habseligkeiten und machten uns auf den Heimweg.
Mein Fazit der Wanderfahrt nach Mirow: Es war eine schöne Fahrt, die nicht nur mir Spaß gemacht hat, das Wetter hat uns nicht im Stich gelassen, brachte jede Menge Neuwasser und nicht nur für mich, die Mecklenburger Seenplatte ist eine tolle Rudergegend und wenn möglich und der Dienstplan hat nichts dagegen, werde ich wieder gerne mit auf Reisen gehen. Auf diesem Weg auch noch einen Dank an meine Weggefährten, Mitstreiter, Fahrtenorganisatoren und Vorkämpfer für das Wanderrudern Zeno und Christian Siebert.

 

Bericht von Stefan


Rudern @ Dresdenia Berlin
Dresdenia-Echo • Kurzmeldungen • Termine • Wanderfahrten • Wettkämpfe • Kilometerliste • Wanderruder-Wettbewerbe • Vermischtes
Wanderfahrten • Fahrten-Archiv • Gewässer-Index