Rudern @ Dresdenia Berlin
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Irgendwann auf einer unserer abendlichen Touren in der "Wuhlheide" beschlossen Zeno und ich, dieses hervorragende Boot bei Gelegenheit mal über die Mecklenburger Seen zu scheuchen. Schließlich entschlossen wir uns für ein verlängertes Wochenende in den Herbstferien. Nach dem Donnerstags-Training verluden wir mit einigen Helfern das Boot auf unseren Anhänger, damit es am nächsten Morgen zügig losgehen konnte.
Mein roter Kugelporsche brachte uns samt Bootsanhänger dann am Freitag Morgen flott nach Mirow, wo direkt vor uns auch der Hauswart ankam und das Tor aufschloß. Das war ideales Timing und ermöglichte uns den sofortigen Bezug unseres Quartiers. Nachdem wir alles nötige und unnötige ausgeladen hatten, starteten wir auf eine Tour zum Caarpsee. Wir fanden an dessen Ende auch noch den Verbindungskanal zur Müritz, aber der war definitiv den Kajakfahrern vorbehalten.
Die folgende Nacht war dann dann der Härtetest für unsere Schlafsäcke: draußen war es schon unter Null Grad und im Pavillon nicht wesentlich wärmer.
In dicke Fleeceklamotten gehüllt frühstückten wir am Samstag. Heißer Früchtetee war auch als Verpflegung für Unterwegs gekocht, als wir mit der reifbedeckten Wuhlheide in Richtung Rätzsee aufbrachen. Ein Glück, daß niemand steuern muß! Wir hatten in die Tagestour noch ein paar Umwege eingebaut, sodaß wir erst kurz vorm Dunkelwerden wieder zurück in Mirow waren. Wir hatten uns so gründlich verausgabt, dass wir nach den obligatorischen Spaghetti und einem Dorfrundgang nur noch den Wunsch nach unseren Schlafsäcken hatten. Es war aber erst 20:45! Ein Mirower Ruderer hatte uns an dem Tag noch etwas Gutes getan: es war in unserer Abwesenheit etwas eingeheizt worden. Das machte den Pavillon fast gemütlich.
Am Sonntag machten wir dann wieder eine kürzere Tour zum Müritzsee. Nach einer Keks- und Würstchenpause in einem Freibad machten wir uns auf den Rückweg zum Bootshaus. Auf dem Mirower Kanal holten wir dann eins der Kuhnle-Tours-Hausboote ein. Nachdem uns die Besatzung die Frage "wollt ihr etwa auch in Mirow schleusen?" mit "ja" beantwortete, zogen wir mit vollem Tempo an ihnen vorbei, um beide Boote schonmal an der Schleuse anzumelden... dort blieb uns dann noch Zeit für eine Teepause, bis die Schleusung vorbereitet war und das Hausboot ankam.
Mit guter Musik und erataunlicherweise ohne Stau fuhren wir im gemütlich warmen Käfer zurück nach Spandau. Eine Umleitung ermöglichte uns außerdem die Besichtigung Gransees mit Tempo 30. Ein hübscher Ort, von dem man sonst nur die Umgehungsstraße zu sehen bekommt.
Mal sehen, wo uns die nächste Tour hinführt...
Bericht von Christian S.
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