Rudern @ Dresdenia Berlin
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die beeindruckende Köhlbrand-Brücke |
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enttäuschte Schwäne auf der Kleinen Alster - wir füttern keine Tiere, die auf Ruderstege sch..... |
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nach der anstrengenden Hafenrundfahrt zurück auf der übersichtlichen Binnenalster |
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Pause beim RV Teichwiesen |
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"Hochwasserschutzanlage Vorsetzen" - Dresdenen im Kampf gegen eine nicht vorhandene Flut |
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War bei der Ankündigung einer Hamburg-Wanderfahrt mit Hafen-Runde noch damit zu rechnen gewesen, dass wir einen ganzen Bus würden chartern müssen, erlaubte der Termin leider nur acht Kameraden die Teilnahme. Anja, Franzi, Jorin, Pünktchen, Siemens-Christian, Tanja, Zeno und ich erreichten gegen zehn Uhr abends den RC Dresdenia Hamburg, wo wir von Bridge-spielenden Damen empfangen wurden. Nach der obligatorischen Bootshaus- und Bootsparkbesichtigung wurden schon bald die Luftmatratzen-Nachtager bezogen.
Noch vor dem Frühstück mit superleckerem selbstverfeinerten Weißkäse holten wir beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg Informationen über die heutigen Gezeiten ein, um unsere Hafenrundfahrt danach ausrichten zu können. Der Tidenwechsel passte perfekt ins Programm, so dass wir schon bald einen Vierer und einen Zweier auf dem Osterbekkanal zu Wasser ließen. Als Ersatz für nicht vorhandene Paddelhaken mussten eine Gartenkralle und ein Schiffshaken herhalten, was uns aber weder heute noch morgen Nachteile einbrachte. Über den Langen Zug, die Außenalster, die Binnenalster, die Kleine Alster, durch die Rathausschleuse, das Alsterfleet und die Schaartorschleuse erreichten wir die Tidengewässer des Hamburger Hafens. Statt uns hier voll in das Getümmel aus Lastschiffen und touristengefüllten Barkassen zu stürzen, lümmelten wir uns durch die Speicherstadt über den Binnenhafen, den Zollkanal und den Oberhafenkanal auf die Norderelbe, die hier schon eine beeindruckende zu überquerende Breite bietet. Danach schlüpften wir in den Peutekanal, von dem wir auf den unansehnlichen Müggenburger Kanal abbogen. Das ablaufende Wasser verhinderte unsere Rundfahrt über den Hovekanal, da die Verbindungskanäle einfach so und ohne uns zu fragen trocken gefallen waren.
Nach einer Pause auf einem Ponton im Müggenburger Zollhafen ging es weiter durch die Müggenburger Durchfahrt, den Spreehafen, den Veddelkanal und den Klütjenfelder Hafen bis zum Reiherstieg. Hatten bisher unansehnliche Industrieklötze die Ufer gesäumt, so begleiteten uns fortan weitaus beeindruckendere und elegantere Ladekräne und gigantsiche Containerschiffe. Über Ellernholzhafen, Roßhafen und Roßkanal erreichten wir schließlich die Süderelbe, die an dieser Stelle Köhlbrand heißt und von der imposanten Köhlbrand-Brücke überspannt wird. Zwei Kilometer lang trödelten wir (theoretisch) stromabwärts, bis wir exakt und wie vorgesehen zum Zeitpunkt des Niedrigwassers wieder auf die Norderelbe abbogen. Hier herrschte das blanke Chaos. Die milde September-Sonne und das Fehlen von Wind und Wolken hatten Unmengen von Hamburg-Besuchern zur Hafenrundfahrt auf die verschiedensten Schiffe, Dampfer und Barkassen gelockt, deren Kapitäne ausgiebeig von einer Art ungeschriebenem "Hausrecht" Gebrauch machten oder die offensichtlich für das Versenken, Vollschlagen oder Kentern eines Ruderbootes durch Wellenschlag Prämien erhalten. War unsere Tour bisher noch für Jedermann empfehlenswert, so sei ebenso deutlich vor dem Befahren der Elbe in der Umgebung der St.-Pauli-Landungsbrücken an einem sonnigen September-Sonnabend abgeraten.
Auf dem Weg zurück zum Rathausplatz an der Kleinen Alster, wo wir uns kurz vom strapazenreichen Ritt über St. Pauli erholten, passierten wir als Neuwasser noch den Brandenburger Hafen. Zur weiteren Komplettierung sei noch erwähnt, dass wir unseren Weg zum RC Dresdenia über die Hohenfelder Bucht, den Mundsburger Kanal, den Kuhmühlenteich, den Eilbekkanal, den Feenteich, den Uhlenhorster Kanal und den Hofwegkanal wählten.
Nach einem obligatorisch nudeligen Essen konnten wir haufenweise Heißluftballons am Himmel bewundern, die im nicht weit entfernten Stadtpark zu landen gedachten. Anschließend wurden Bekannte besucht, ein Stadtparkbummel unternommen oder im Verein die Spielkarten gedroschen – ein Jeder nach seiner Façon.
Heute standen ruderisch die Alster und ihre Seitenkanäle auf dem Programm. Dementsprechend entschieden wir uns für C-Boote, die besser zu den zu erwartenden Wind- und Wasserbedingungen passen würden als die "Dickschiffe" des Vortages. Um auch ja nichts zu verpassen ruderten wir zuerst an das Ende des Osterbekkanals, von dort durch den Barmbeker Stichkanal und auf den Goldbekkanal. Nach einer Runde um den Stadtparksee ging es weiter über den Rondeelkanal, es folgte eine Umrundung des Rondeelteichs und über den Leinpfadkanal gelangten wir auf die Alster, wo wir bis zur Schleuse Fuhlsbüttel vielen Ruderern begegneten und wo wir als erstes versehentlich auf den Eppendorfer Mühlenteich abbogen, der sich schon sehr bald als nicht beruderbar herausstellte.
Nach einer Gummibärchen-Pause und einem weiteren Abstecher in einen weiteren unberuderbaren und namenlosen Altarm fuhren wir die Alster stromab zurück, wobei wir allerdings die Seitenarme Brabandkanal, Skagerrakkanal und Inselkanal wählten, die weitaus idyllischer, natürlicher und ruhiger sind als der an diesem Sonntag stark von Freizeitpaddlern frequentierte Fluß. Nach einer ausgedehnten Mittagspause beim RC Teichwiesen wagten wir noch einen Abstecher in den nicht gerade ansehnlichen Isebekkanal, um kein Neuwasser zurückzulassen. Als absolutes Highlight unserer Rückfahrt sollte noch ein Cafe am Mühlenkampkanal unweit vom RC Dresdenia erwähnt werden, bei dem man sich direkt ins Ruder- oder Paddelboot bedienen lassen konnte. Dies taten auch so viele Paddler, dass es einige Zeit und viel Geschick beim Manövrieren erforderte, den Pfropfen aus Gelegenheits-Wassersportlern zu durchqueren.
Wie üblich haben wir einige Zeit darauf verwendet, unser Quartier abzubauen und in einem ordentlichen Zustand zu hinterlassen. Trotz allem war der Tag noch jung, und so beschlossen wir, Hamburg nicht sofort zu verlassen, sondern uns mit einem Speicherstadt-Spaziergang und der VL-Lage mit Blick auf den Hafen von der Hansestadt zu verabschieden.
Bericht von Dennis
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