Rudern @ Dresdenia Berlin
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beim An- und Ablegen am und vom Steg des RV Flecken Zechlin muss es schnell gehen |
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morgens werden Frühstück, aufgehende Sonne und der herrliche Blick auf den Schwarzen See genossen |
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Flaggen, Paddelhaken und Fahrtenleiter werden auf der Wiese abgelegt, wenn sie gerade nicht gebraucht werden |
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die Boote am Großen Pälitzsee |
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"Rhein-Main" und "Berlin" nach dem Wolkenbruch an der Einfahrt des Repenter Kanals am Zootzensee |
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Auch in diesem Jahr war der Wunsch nach einer Wanderruderfahrt groß. Ich entschloss mich, die herrlichen Gewässer um Rheinsberg als Ziel anzubieten.
Als Stützpunkt bot sich das frisch restaurierte Hotel "Haus Elsenhöhe" in Flecken Zechlin an. Unsere vier Boote konnten dank der Unterstützung unserer Familie Traebert nebenan auf dem Gelände des Rudervereins e.V. Flecken Zechlin ideal gelagert werden. Der Verein hatte gleichzeitig alle Ruderer/innen zur 21. Ruderwanderfahrt auf den Mecklenburger Gewässern eingeladen, sodass die vielen Boote den Eindruck einer beeindruckenden ruderischen Großveranstaltung entstehen ließen.
Rückblickend freue ich mich über die harmonische Wanderruderfahrt für 20 Dresdenen/innen sowie der großen Beteiligung unserer Jugend, die wieder für "Leben" und viel Spaß sorgte.
Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern/innen, die mit ihren finanziellen und materiellen Beiträgen sowie ihrer tatkräftigen Unterstützung zum Gelingen der Fahrt beitrugen, insbesondere auch bei den uns begleitenden nicht rudernden Ilse Saeger und Christel Hatje, die uns nicht nur mit frischer Verpflegung aus den Rheinsberger Gewässern erfreuten.
An allen Tagen hatte jede/r insgesamt 136 Kilometer dieser herrlichen Wasserlandschaft ruderisch genossen. Alle Teilnehmer/innen waren überzeugt, Dresdenias Flagge bald auch im nördlichen Teil der Rheinsberger Gewässer wehen zu lassen. Ich freue mich schon jetzt auf diese Fahrt.
Gustav
Dieser Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück unter freiem Himmel auf der Terrasse des Hauses Elsenhöhe. Danach ging es gleich zum nahe gelegenen Ruderclub Flecken-Zechlin, denn die Boote mussten aufgeriggert und möglichst schnell zu Wasser gelassen werden (der RC Flecken-Zechlin veranstaltete außerdem eine Gemeinschaftsfahrt). Zunächst ruderten wir ans Ende des kleinen Schwarzen Sees, dann hinaus auf den großen Zechliner See, weiter: Repenter Kanal, Zootzensee, Tietzowsee, Schlabornsee, Rheinsberger See, Grienericksee zum Ziel Rheinsberger Ruderclub, wo wir uns bei schönstem Wetter einige Zeit aufhalten konnten.
Den Landdienst erledigten Christel und Ilse so wie auch an den weiteren Tagen. Dabei machten sie sich sehr nützlich und besorgten zum Beispiel vieles, was wir abends zum Essen benötigten.
Dann ging es 18 Kilometer zurück. An diesem Tag war natürlich überall ein ausgelassenes Treiben zu beobachten, aus allen Ecken drang Musik. Man hörte oft den alten DDR-Sound, und die feiernden "Herren" sprachen dem Alkohol reichlich zu. Man sah jedoch auch viele nette Familien, die zum Beispiel mit ihren Motorbooten über den See tuckerten oder in ihren Gärten saßen.
Abends konnten wir uns am Wasser unterhalb unserer Pension aufhalten und den Tag gemütlich ausklingen lassen. Sebastian Wrede zeigte sich als hervorragender Griller und Eckhard Pohl als Treckfiedelmusikant (Akkordeon), wobei wieder einmal unsere Dresdenia-Liederbücher zum Einsatz kamen. Es war ein herrlicher Rudertag mit bestem Wetter und starkem Wind mit vielen schönen Eindrücken und Erlebnissen.
Bericht von Eckhard
Morgens um 7 Uhr wurden wir sehr angenehm geweckt von einem vielstimmigen Vogelkonzert. Ich ging ans Fenster und schaute vom Haus Elsenhöhe auf den malerisch gelegenen Schwarzen See hinunter. Die Sonne schien, und der Himmel war blau. Ein schöner Tag erwartete uns.
Nach dem gemeinsamen Frühstück auf der Terrasse verkündete Gustav die Bootseinteilung. Heute ruderte ich im Boot Berlin mit Dennis als Obmann, mit Zeno, Tobias und Sebastian. Auf dem Gelände des Rudervereins Zechlin, wo unsere Boote lagerten, war schon reger Betrieb. Die Ruderer der großen Gemeinschaftsfahrt "Himmelfahrt 2002" und ihre Gäste bereiteten die heutige Etappe vor und ließen Boot für Boot zu Wasser. Wir Dresdenen schlossen uns an, und bald schwammen unsere drei Vierer und der Zweier auf dem Schwarzen See.
Wie am gestrigen Tag ruderten wir durch die Zechliner Brücke auf den Großen Zechliner See, wo uns der frische Ostwind gleich welliges Wasser bescherte. Dieser See mit seiner weit ausladenden Bucht und dem dichten Laubwald ringsumher erinnerte mich etwas an südschwedische Seenlandschaft, wobei drei einsam am fernen Ufer gelegene Spitzdachhäuschen diesen Eindruck noch verstärkten. Durch den idyllischen Repenter Kanal kamen wir in den vielfältig gegliederten Zootzensee. In der Nähe einer kleinen strauchbewachsenen Insel war es so flach, dass wir gern ins Wasser gehüpft wären. Aber heute mussten wir weiter. Bald passierten wir eine der schmalen Brücken (die Fahrgastschiffe von Rheinsberg passten zentimetergenau hindurch) und gelangten auf den Tietzowsee und danach in den Jagowkanal. Regelmäßig begegneten uns Paddler, dabei viele junge Familien, deren Kleinkinder fürsorglich in Rettungswesten gehüllt waren, damit alle unbeschwert die gemütliche Paddelei genießen konnten.
Nach der Brücke in Zechlinerhütte erreichten wir den Schlabornsee und ruderten mit Blick auf einen alten Fabrikschornstein zu einem Kanal, der uns auf den langgestreckten einsamen Dollgowsee führte. Wir befanden uns auf einem sehr schönen See mit bewaldeten Hochufern und breiten Schilfgürteln, auf dem es sich wunderbar ruderte. Der nächste Höhepunkt dieses Tages war der Kagarsche Bach. Kurvenreich schlängelte sich dieses Gewässer durch urwüchsige Feuchtgebiete und Erlenwald. Auch in dieser Wildnis gab es eine Brücke, weil ein Weg kreuzte. Der letzte See war dann der stille Kagarsee. Wir sahen die Kirchturmspitze und verschiedene Häuserdächer von Kagar, ein paar hübsche Hütten am Ufer und einige Privatstege. Der einzige öffentliche Steg wurde von vielen Paddel- und Ruderbooten umlagert, sodass wir im Boot "Berlin" beschlossen, die Mittagspause woanders zu verbringen. Wir ruderten zurück zum Kagarschen Bach und legten neben der Fußgängerbrücke an. Ein Stück Wiese bot uns ein wenig Platz für ein Picknick. Plötzlich kam die "Haveldüne" mit Eckhards Mannschaft in Sicht und sauste an uns vorbei. Trotzdem gelang mir ein schnelles Foto von der Brücke aus.
Leider wurde unsere Pause durch aufdringliche Mücken gestört, sodass wir bald unsere Sachen packten und weiter fuhren. Unser nächster Treffpunkt war das Restaurant "Zum Achter" am Tietzowsee. Dort befand sich ein großes Freizeitgelände mit vielen mietbaren Ferienhäusern. Wir legten am Sandstrand an und warteten im Freien auf unsere Ruderkameraden. Es fehlten noch die Boote "Düsseldorf" und "Rhein-Main". Das Restaurant "Zum Achter" war an diesem Tag für eine Hochzeitsgesellschaft reserviert. Zum Glück konnten wir uns an dem dortigen Imbiss mit Eis, Würstchen und Getränken versorgen.
Endlich kamen unsere Kameraden an und vertäuten ihre Boote am Steg. Sie berichteten von einer Pizzeria mit Namen "Crazy Horse" am Ortsrand von Kagar, der einzigen Gaststätte, die dort an diesem Freitag geöffnet hatte.
Obwohl es bei unserer Pause am "Achter" sehr lebhaft und lustig zuging, wollten wir bei dem schwülwarmen Wetter doch bald nach Hause und ruderten zügig nach Flecken Zechlin zurück. Nach diesem erlebnisreichen Tag freuten wir uns auf das gemeinsame Abendessen auf der Terrasse. Christel und Ilse waren während unserer Ruderei einkaufen und hatten alles liebevoll vorbereitet. Es gab leckeren Räucherfisch, Salate, Brot und Würstchen.
Später am Abend bummelten Jürgen und ich durch Flecken Zechlin zur Fischerhütte, wo die Wanderruderer vom RV Zechlin mit ihren Gästen beim Bier saßen. Wir unterhielten uns noch eine Weile und wanderten dann den schönen Uferweg zurück. Um Mitternacht ging's schnell ins Bett, denn am Sonnabend wollten wir fit sein für die lange Tour nach Adamswalde.
Gerudert wurden an diesem Freitag 36 Kilometer.
Bericht von Karin
Um 7:30 Uhr kam Sebastian in unser Zelt, um uns zu wecken. Wir beeilten uns, weil wir vor dem Frühstück noch die Boote zum Haus Elsenhöhe rudern wollten. Nach dem Essen wurde die Bootseinteilung bekannt gegeben. Um 10 Uhr ruderten wir dann zusammen mit 13 Booten vom Zechliner Ruderverein in Richtung Adamswalde los. Bis zum Tietzowsee ruderten wir die gleiche Strecke wie am Vortag, aber dann bogen wir Richtung Schleuse Wolfsbruch ab. Dort war es etwas voll, weil 17 Ruderboote und ein Motorboot schleusen wollten, es passten dann nach einigem Herummanövrieren doch alle hinein. Der Kleine und der Große Pälitzsee streckten sich ganz schön, aber schließlich kamen wir dann doch in Adamswalde an, wo wir an Land gingen bzw. wateten. Der Landdienst versorgte uns mit Essen. Nach einer ausgiebigen Pause ruderten wir wieder los. Kurz vor der Schleuse hörten wir das Gewitter, in der Schleuse sahen wir das Gewitter und nach der Schleuse spürten wir das Gewitter, es hatte nämlich angefangen zu regnen. Wir stellten uns in der Marina Wolfsbruch in einer Aufenthaltshalle unter. Als das Wetter wieder besser war, ruderten wir weiter. Der Rest der Fahrt verlief verhältnismäßig ruhig.
Als wir später, nach einem tollen Abendessen im Zelt lagen, schlief ich ein.
Bericht von Zeno
Nach dem Aufstehen und dem typischen Frühstück liefen wir wie jeden Tag in Richtung Bootshaus, setzten die Boote ein und legten ab. Diesmal wurde die halbe Jugend in ein Boot eingeteilt. Wir fuhren heute unsere "Standard"-Strecke zum "Achter". Nach ein paar Kilometern, zwei-drei Pausen und 'ner lustigen Rudertour kamen wir wieder beim Ruderclub an. Nicht ganz erschöpft wie an den letzten Tagen nahmen wir die Boote heraus, riggerten sie ab und luden sie auf den Hänger auf und fuhren "back 2 Berlin". Unterm Schlussstrich muss man (oder frau) sagen, es war eine schöne Fahrt, mit jeglichen Hindernissen, die Poseidon herbeirufen konnte, wobei ich an das Unwetter bei Wolfsbruch denke...
Hiermit will ich nochmals allen danken, die in irgendeiner Weise an dieser Fahrt beteiligt waren, wie dem Fahrtenleiter und auch allen Spendern, die diese Fahrt sooooooo erschwinglich für die Jugend gemacht haben.
Bericht von Reyk
Rudern @ Dresdenia Berlin
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