Rudern @ Dresdenia Berlin
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Pflichtprogramm für Köpenick-Touristen |
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Pause im Schatten beim Rüdersdorfer Rudervein |
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Wir (Dennis, Franziska, Christian "Dicker" Frieben, Fabian, Jorin "der Killer" und ich) trafen uns um 15 Uhr bei Dresdenia, um mit dem Auto zum SV Energie zu fahren. Dort kamen wir zirka eine Stunde später auch an. Nachdem wir die Betten, die zum Glück stabiler als die dresden'schen waren, belegt hatten, wurde endlich gerudert, wobei wir alle sechs Personen in einen Vierer verfrachteten. Wir waren trotzdem recht flott unterwegs und trieben Dennis in die Rummelsburger Bucht, da er dort Neuwasser hatte (wir anderen zwar auch, aber was tut man nicht alles für Herr/Frau Fahrtenleiter/in). Es war ein geselliger 22-Kilometer-Sprint und so waren wir schon nach drei Stunden +- einer halben Stunde (eher +) zurück.
Nachdem wir uns erfrischt hatten, gingen wir noch das Köpenicker Rathaus mit seinem Hauptmann besuchen. Noch bevor wir uns wirklich für ein Erinnerungsfoto entschieden hatten, kam schon eine Touri-geile Frau auf uns zu, die wahrscheinlich meinen Fotoapparat gesehen hatte und riss ihn mir fast aus der Hand. Ich hatte gerade noch Zeit, mich in Position zu bringen, da drückte sie schon ab. Dreimal schoss sie ab, aber wir überlebten alle. Mit noch rasenden Herzen machten wir einen kleinen Spaziergang am Wasser entlang, der uns zu einer Dönerbude führte. Wir kauften, was man an einer Dönerbude so kauft und setzten uns ans Wasser. Der Döner war so dermaßen scharf, dass "der Dicke" danach "auf Döner" war, sodass wir schleunigst zu Energie zurückkehrten, wo wir "Herrn Siemens" antrafen, den wir zur Gesellschaftsleistung organisiert hatten.
Irgendwann bewegten wir uns dann langsam Richtung Betten, wo wir nach einem kurzen und nicht sehr ernsthaften Gespräch einschliefen. Währenddessen fuhr eben genannter Herr schon wieder nach Hause.
Bericht von Zeno
Wir schliefen leider viel zu kurz, denn wir standen schon um halb sieben auf. Wir dachten, zu dieser Zeit wäre es vielleicht noch nicht ganz so warm (es sollten ja wieder dreißig Grad und mehr werden), aber als wir losfuhren, dreiviertel acht oder so, waren es schon fünfundzwanzig Grad und es wurden noch viel mehr. Wir fuhren dann erst die Spree entlang und über den Großen Müggelsee nach Erkner. Wir hatten das ganze Gepäck zum Übernachten (Fahrtenküche, Schlafsäcke und so weiter) in den Booten. Zum Glück war es nicht windig, nur halt sehr warm.
Um elf waren wir beim Ruderverein in Erkner. Wir hielten ein zweites Frühstück ab, ließen unser Gepäck dort und ruderten wieder los. Wir fuhren über den Falkensee und durch die Woltersdorfer Schleuse. Auf dem Weg dahin hatten wir eine sehr unangenehme Begegnung mit einem Dampfer. Es war sehr eng und er musste uns unbedingt überholen, wobei er uns aber anscheinend erst bemerkte, als wir direkt neben ihm waren und ans Ufer gedrängt wurden (jedenfalls sah er uns in diesem Moment etwas erstaunt an). Naja, im Endeffekt ging ja alles gut, aber ich weiß auf jeden Fall, dass man sich vor Dampfern immer in Acht nehmen sollte. Wir fuhren dann nach der Schleuse (die andere Mannschaft badete zwischendurch noch) durch einen Kanal zum Gruselsee, wie ihn Dennis nannte. Es war ein Zubringerkanal, der ziemlich zugewachsen war. Man musste höllisch auf Äste und Bäume unter Wasser aufpassen und am Ende war dann ein ganz kleiner See, der sehr schön war. Überhaupt nicht zum Gruseln. Nur der Zubringer ist halt sehr klein und eng. Die Bäume sind oben fast zugewachsen, sodass es auch recht dämmrig ist. Aber sehr idyllisch.
Danach sind wir über den Rüdersdorfer Kalksee gefahren und haben beim Rüderdorfer Ruderverein auf der Wiese (im Schatten!) eine Stunde lang geschlafen. Insgesamt sind wir an diesem Tag immer von Schatten zu Schatten gefahren. Auf dem Rückweg haben wir dementsprechend auch einige Badepausen gemacht.
Zurück in Erkner haben wir dann erst mal gekocht: Nudeln mit einer Tomatensauce aus verschiedenen Fertigtüten (natürlich alles sehr lecker und sehr schnell alle). Wir saßen dann noch eine Weile draußen und quatschten, als es ziemlich plötzlich anfing zu regnen und zu gewittern. Achso, wir hatten die Möglichkeit im "Rudererhimmel", also in zwei Dachkammern über der Bootshalle, oder draußen zu schlafen. Die Leute vom Verein dort hatten uns mehrmals gesagt, wir sollten doch zelten. Als wir ihnen dann aber klarmachten, dass wir keine Zelte dabeihaben, meinten sie, wir sollen doch drinnen schlafen. Es könnte ja regnen. Da es ja den ganzen Tag überhaupt nicht nach Regen aussah, winkten wir das nur ab. Nach diesem Wetterumschwung schliefen wir dann natürlich doch drinnen.
Wir sind wieder so um Sieben aufgestanden und haben schon mal alles fertig gemacht, sind aber erst mal nur mit "normalem" Gepäck aufgebrochen. Wir fuhren ein Stück die Löcknitz entlang. Es war im Gegensatz zum vorherigen Tag sehr windig, weshalb wir das Ganze etwas abkürzten. Wir mussten ja auch wieder nach Hause. Über den Müggelsee konnten wir ja nicht, mussten also mit dem gesamten Gepäck über Schmöckwitz tzrück.
Wir holten also nach der kleinen Löcknitz-Fahrt unser gesamtes Brimborium aus Erkner und fuhren durch den Gosener Graben in Richtung der anderen Seen. Im Graben kam ich noch mal zu einen kurzen Bad: ein Baum lag quer übers Wasser und unsere Boote kamen, schwer beladen wie sie waren, nicht drüber hinweg. Wir saßen also fest und da ich eh meinen Badeanzug unter hatte, sprang ich rein und zog die Boote darüber hinweg. Anschließend passierte nichts Besonderes mehr. Wir hatten ziemlich gegen den Wind zu kämpfen und machten noch mal Pause bei einem anderen Verein. Von dort aus ruderten wir dann in einem Stück durch bis zum SV Energie.
Dort machten wir dann alles fertig und Christian sorgte mit einem Telefonanruf für den Fahrdienst nach Hause.
Bericht von Franziska
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