Rudern @ Dresdenia Berlin
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Die Dresdenia-Power-Zweier-Mannschaft vor dem Start am Sonnabend... |
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... und "voll in Action" in der Barke |
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Nachdem Dennis mit Verzögerung zur späten Mittagsstunde mit den anderen Autofahrern lospeste, Reyk und ich erst abends mit dem Rest der Rudergruppe im Zug nachkamen, waren wir gegen 21:30 Uhr im Hotel Faust in Děčín glücklich vereint. Ein Essen und ein, zwei Bierchen später, ging es in unsere einfach ausgestatteten Zimmer.
Beim Frühstück erhielten wir die Bootseinteilung. Wir tapferen Dresdenen sollten den einzigen Zweier fahren, den wir kurze Zeit später am Ufer der Elbe aufriggerten. Ganz so einfach war es aber nicht, da unsere Kameraden nicht besonders darauf geachtet haben, welche Ausleger sie nehmen und wir am Ende mit einem bunten Mix dastanden. Problem gelöst, konnten wir als drittes Boot nach einem Vierer und der Barke ablegen. Einmal an dieser angedockt und mit Kinderpunsch versorgt, kamen wir nach einer kalten und verregneten Fahrt als erste ins Ziel. Ich glaube, wir hatten unsere ganz persönlichen Highlights auf dieser Tour. Reyk freute sich einen Kullerkeks, als ihm beim Steuern ein Lokführer zuhupte, sein euphorisches Winken hatte sich letztendlich doch noch gelohnt. Dennis war sicherlich froh darüber, einmal nicht als Steuermann fungieren zu müssen, während ich es ganz amüsant fand, meine Jungs anzuspornen. Geschafft von unserer kleinen Europareise und dem abenteuerlichen Herausnehmen der Boote an einer 45°-Schräge, tranken wir unseren wohlverdienten heißen Kakao und wärmten uns an einer Heizung. Uns duschen oder trockene Klamotten anziehen war leider nicht möglich, weil der Landdienst sich auf dem Dresdner Weihnachtsmarkt vergnügte und wohl nicht erwartet hatte, dass wir schon da waren. Nach einer Telefonieraktion kamen sie endlich. Umgezogen und gut gesättigt, begab sich Reyk mit der Asterix-Gruppe, die auch mit einer Barke unterwegs waren, in die Stadt, während wir "Alten" erschöpft in die Schlafsäcke fielen.
An diesem Morgen wurden wir gaaanz schnell wach. Da konnte auch die Schönheit der beiden Regenbögen am Himmel nicht von der Tatsache ablenken, dass draußen der Wind tobte und es regnete. Für diejenigen unter 18 Jahren stand ganz schnell fest, dass nicht gerudert wird. Der arme Reyk musste also zurückbleiben, während Dennis und ich mit nur sieben anderen die Barke "stürmten". Die Besatzung bestand aus zwei Leuten vom RC KST, einem von "Welle-Po" und vier jungen Männern vom Schülerruderverband. Zwei andere Vierer wagten ebenfalls den Ritt auf den Wellen, der bei uns mit Wasser schöpfen begann. Auf dem Wasser befestigten zwei der Schüler den obligatorischen Weihnachtsbaum, der dieses Jahr mit viel Liebe reich geschmückt wurde und sogar dem Gegenwind standhielt. Leider hatten wir bei dem schlechten Wetter nur wenige Bewunderer an Land, trotzdem begrüßten wir munter jede einzelne Brücke mit einem lauthalsen "Eine Brücke, eine Brücke... hey, hey, hey... N-V-Aaaaaa". Nachdem wir versehentlich Kinderpunsch heißmachten, versorgten wir uns danach nur noch mit Glühwein und anderen Leckereien (Nahrungsmitteln!). Die immer wiederkehrenden Schauer und die Kälte konnte unsere Mannschaft nicht vom Singen abhalten. Der Schüler-Männerchor schmetterte ein Liedchen nach dem anderen. Den Höhepunkt erreichten sie in Dresden, wo sie stehend, in NVA-Uniformen gekleidet, die Hymne der ehemaligen DDR sangen. In Meißen angekommen, freuten wir uns auf eine warme Dusche, die uns aber erst nach einigen Unklarheiten gewährt wurde. Frisch geduscht traten wir die Heimreise in wohlig warmen Zügen an. Ich vermute, dass keiner von uns nach diesem erlebnisreichen Wochenende Schwierigkeiten beim Einschlafen gehabt haben dürfte.
Bericht von Anja
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