Rudern @ Dresdenia Berlin
Dresdenia-Echo • Kurzmeldungen • Termine • Wanderfahrten • Wettkämpfe • Kilometerliste • Wanderruder-Wettbewerbe • Vermischtes
Wanderfahrten • Fahrten-Archiv • Gewässer-Index
die Schüler vom Grauen Kloster: menschliche Segel oder Abschirmung des Steuermanns von freier Sicht nach vorne? |
|---|
![]() |
Bootslagerung à la PRCG (durch die Strömung verwackelt) |
|---|
![]() |
Dresden |
|---|
![]() |
Wir drei Dresdenen (Martina, Sebastian F., Dennis) trafen uns am Nachmittag bei Welle-Poseidon, um mit dem Bootstransport zu fahren. Bis zur tschechischen Grenze waren es fünf Stunden, danach brauchten wir noch ca. eine Stunde, um nach Děčín zu kommen und dort unser Hotel zu finden.
Zum späten Abendessen wurden wir durch die Bahnfahrer verstärkt, so dass unsere Gruppe aus mittlerweile rund 20 Ruderern bestand. Bei der Abrechnung ("Sie auch möschten zallen in Demarrrk?") kam es zwar zu "Rechenfehlern" gröberen Ausmaßes (im Schnitt +50% gegenüber unserer Kalkulation), aber wer wird sich denn beschweren, wenn er für weniger als 20 Mark satt und alles andere als durstig ist.
Morgens (gefühlte Zeit 4 Uhr) gab es dann das übliche tschechische Frühstück, bei dem alle Sorten Brot mehr oder weniger nach Kümmel schmecken; anschließend wurden die Sachen gepackt und noch mal schnell preiswert eingekauft, wobei die Meinungen unserer "Zollfrei-Experten" selbstverständlich differierten.
An der Einsatzstelle war bereits eine Rudertruppe von Astoria dabei, mit einer Barke abzulegen. Wir stachen mit einem 4er (komplett PRCG), einem 3er und der Barke aus Meißen (gemischte Mannschaften von Dresdenia, Welle-Poseidon, Brandenburg, Graues Kloster) in See. Am Anfang unserer Fahrt begleiteten uns hässliche Industriegebäude, diese wichen den "Etablissements" kurz vor der Grenze (oder aus deutscher Sicht kurz hinter der Grenze). Auf den folgenden Kilometern genossen wir den Anblick des Elbsandsteingebirges und den Glühwein. Apropos Glühwein: Eine Barke eignet sich bestens, um vor den Schlagmännern einen Gaskocher zu installieren, nach einer entsprechenden Vorrichtung für "normale" Ruderboote wird noch geforscht... Das Wetter war erträglich, nur auf dem letzten Abschnitt unserer Tagesetappe war der Rückenwind dann doch eindeutig zu kalt.
Im Ruderklub in Pirna angekommen, bezogen wir unser Quartier in den Umkleideräumen, und erfuhren, dass zusätzlich zu uns und den Astorianern noch eine Gruppe Wanderruderer aus Schmöckwitz erwartet wurde. Außerdem berichtete man uns davon, dass der Weihnachtsmarkt bereits um 18:30 Uhr seine Pforten schließen würde, woraufhin einige Kameraden sofort auf Trebe gingen.
Da "das Tor zur sächsischen Schweiz", wie Pirna auch genannt wird, weder ein Weltwunder der Antike noch eines der Moderne zu bieten hat und es draußen fror, wurde der Abend von den mittlerweile fast 50 Ruderern (aus 7 Vereinen) genau so gestaltet, wie es der Leser nach diesen einleitenden Worten denken mag, nämlich "gesellig" - warum mussten wir dieses Wort doch gleich aus unserer Satzung streichen?
Natürlich standen wir wieder mitten in der Nacht auf (mangels einer Uhr kann ich nur die gefühlten Zeiten angeben), diesmal jedoch, ohne vom Kümmelschock in die Realität katapultiert zu werden. Marmelade- und Nutellagestärkt ruderten wir dann die ersten Schläge, worauf kurze Zeit später der erste wärmende Glühwein folgte. Heute kamen wir durch Dresden und deshalb möchte ich an dieser Stelle die Frage aufwerfen, warum das "Blaue Wunder von Dresden" (eine Brücke über die Elbe) kürzlich mit einer eigenen Briefmarke bedacht wurde. Schließlich handelt es sich hierbei um eine gammelige Stahlkonstruktion, deren Farbe nur noch zum Blauen tendiert. Außerdem hat Dresden soooo schööööne aus großen Steinquadern gebaute und reichlich verzierte Brücken... genug gelästert!
Hinter Dresden setzte erst eine flache und das Auge langweilende Landschaft, etwas später der Gegenwind und letztendlich auch noch Nieselregen ein. Trotzdem erreichten wir Meißen ohne weitere Zwischenfälle, wo von nun an blanke Hektik durch unseren Fahrtenleiter produziert wurde. Irgendwann waren dann aber doch alle Boote und Barken verladen, so dass es hieß, Abschied zu nehmen, denn zwei Dresdenen reisten diesmal mit der Bahn. War bei der Hinfahrt noch entscheidend, wer früh genug Zeit hatte, durften diesmal die Jüngsten und die, die in der Nähe des FLs wohnen, im Auto mitfahren - dass Spandau der Nabel der Welt sei, den man auf dem Weg nach Wannsee nicht umfahren könne, nahm man Sebastian und mir nicht ab. Aber auch wir waren gegen 21 Uhr (gemessene Zeit!) wieder zu Hause.
Bericht von Dennis
Rudern @ Dresdenia Berlin
Dresdenia-Echo • Kurzmeldungen • Termine • Wanderfahrten • Wettkämpfe • Kilometerliste • Wanderruder-Wettbewerbe • Vermischtes
Wanderfahrten • Fahrten-Archiv • Gewässer-Index